11.01.2016

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Keine überzogene Bürokratie!

Die Freien Demokraten im Rat der Stadt Wuppertal kritisieren die Verwaltung für die Identifizierung des beliebten Nordbahntrassen-Steingartens am Loh als potentielle Gefahrenquelle.

im_Rat_der_Stadt_Wuppertal„Hat unsere Verwaltung denn nichts Besseres zu tun, als Gefahrenquellen zu identifizieren, welche keine sind?“, fragt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und ordnungspolitische Sprecher, Manfred Todtenhausen. „Hier wird nicht mit Augenmaß, sondern mit überzogener Bürokratie agiert.“

Nach Inaugenscheinnahme stellt der Steingarten am Loh nach Ansicht der FDP keinerlei Gefahr dar.

Karin van der Most: „Wir haben uns den Steingarten genau angesehen. Die Steine sind fein säuberlich aufgereiht und ragen nicht in den Gehweg.“ Eine Gefahrenquelle, die nicht auch sonst woanders vorhanden wäre und als üblich akzeptiert würde, sei nicht auszumachen. „Mit welchem Maß misst die Stadt also, wenn sie einen von der Trasse gut separierten Steingarten als Gefahrenquelle identifiziert, aber direkt neben der Trasse befindlichen Schotter oder die von ihr auf der Trasse installierten Querungshilfen für Sehbehinderte akzeptiert? Schließlich erscheint es objektiv wahrscheinlicher, dass ein Radfahrer versehentlich in den Schotter fährt und dort stürzt oder Inlineskater und Rennradfahrer durch Querungshilfen verunfallen und sich verletzen, als durch Steine des Steingartens verletzt zu werden.“

Die FDP fordert nicht zuletzt angesichts der viel zitierten Personalknappheit innerhalb der Verwaltung mehr Augenmaß und eine Konzentration aufs Kerngeschäft. „Wir brauchen“, so Manfred Todtenhausen abschließend, „kein Mehr an Bürokratie und Verboten; schon gar nicht an Stellen, die objektiv ungefährlich sind.“

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Kommentare

  1. Siegfried Dorn sagt:

    Die vieldiskutierten Pflasterstreifen an den Zugängen sind ein unnötiges Ärgernis für Skater (wenn auch sicher nicht für Rennradfahrer), während die weißen Rillenstreifen ein sinnvolles Leitsystem für Sehbehinderte darstellen. Wenn die Stadt Gefahrenquellen beseitigen will, wäre eine funktionierende Bauüberwachung schon ein guter Ansatz:

    Die Ausfahrt Homanndamm in Vohwinkel wurde im September für 110.000(!) Euro um 30 m nach Westen verlegt und die alte Ausfahrt gesperrt um eine angebliche Gefahrenquelle zu entschärfen. Die zugehörigen Rillenstreifen wurden aber nicht mitverlegt und führen Sehbehinderte jetzt vor den Bauzaun. Warum fällt sowas z. B. monatelang nicht auf?

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