18.11.2015

humanistisch Islam paris Terror

HVD Wuppertal zu den Anschlägen von Paris

Wir Humanisten nehmen Anteil an dem Leid der von den jüngsten Terroranschlägen betroffenen Menschen und trauern mit den Angehörigen der Opfer.

hvd-mensch-logoTrotz der entsetzlichen Taten darf Reflexen der Rache kein Raum geboten werden. Die gesamte europäische Gesellschaft, nichtreligiöse ebenso wie gläubige Mitmenschen müssen sich gemeinsam der mörderischen Ideologie und ihren verblendeten Handlangern wirksam entgegenstellen.

Dabei darf man sich nicht täuschen lassen, den IS mit dem Islam gleichzusetzen oder pauschal einen unbegrenzten „Krieg gegen den Terror“ zu beginnen, der Konflikte nur eskalieren lässt, ohne klar definierbar strategische Zielsetzungen zu entwickeln.

Jetzt müssen alle Anstrengungen zur Befriedung der Lage und zum Einstieg in eine friedliche Lösung der Konflikte verstärkt werden. Dazu gehört auch, fortschrittliche islamische Kräfte bei ihren Bemühungen um Frieden, Freiheit und Humanität zu unterstützen.

Die schrecklichen Mordtaten von Paris dürfen jetzt auf keinen Fall zum Vorwand genommen werden, die Fehler des „Krieges gegen den Terror“ oder gar eines „Krieges der Kulturen“ zu wiederholen und damit neue Feindseligkeiten gegen alle Muslime zu eröffnen.

Einem solchen Ansinnen treten wir Humanisten entschieden entgegen.

Mehr unter www.HVD-Wuppertal.de

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Kommentare

  1. dass und ob Religionen als Vorwand für terroristische Handlungen dienen, ist wohl kaum zu leugnen. Dass eine gigantische Kriegsindustrie bestens verdient an diesen asymemetrischen Kriegen auch nicht.
    Was tun?

    Die Schmuddelkinder benennen und bombardieren (siehe Al Kaida und Taliban), das ist das ebenso hilf- wie erfolglose Denken der westlichen Problem Solver.
    Mal Tacheles reden mit den Saudis, Katharis, dem Lautsprecher Erdogan u.a. scheint schwieriger zu sein, als seine Bomber und Hinrichtungskomandos loszulassen. Mir fehlen auch die Bilder der so „erfolgreich“ zerbomten Stätten mit den IS-Stützpunkten nebst den „Kollateralschäden“ in der Zivilbevölkerung.
    Der IS sitzt in Mossul: also nur munter bomben, es leben ja nur über 1 Million Berwohner dort.
    Vielleicht einmal den Versuch wagen, mit dem IS in Verhandlungen zu treten, einmal die Führer benennen und zuallererst beginnen mit diplomatischen Interventionen der arabischen Bruderstaaten/Nachbarländern.
    Mit dem scheinbar irre Nordkoreaner und den ebenso irren wie frommen Pakistanis wird ja auch ‚diskutiert‘.
    Recht betrübt Boris Meißner

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