14.11.2015

AlleinerziehendenNetz Wuppertal Jobcenter Wuppertal Stadt Wuppertal

Kooperation zur Weiterführung des AlleinerziehendenNetzes wird verlängert

Jobcenter Wuppertal AöR und Stadt Wuppertal bekräftigen die Weiterführung des AlleinerziehendenNetzes Wuppertal

Dr. Stefan Kühn (links), Thomas LenzDr. Stefan Kühn (links), Thomas Lenz ©Jobcenter Wuppertal AöR

Seit dem Ende der Förderphase des durch ESF-Mittel des Bundes finanzierten AlleinerziehendenNetzes im Frühjahr 2013 wurde das Netzwerk mit Ressourcen der Jobcenter AöR und der Stadt Wuppertal weitergeführt. Diese Zusammenarbeit wird jetzt durch eine neue Kooperationsvereinbarung zwischen dem Jobcenter und der Stadt bekräftigt, die Dr. Stefan Kühn und Thomas Lenz am 10.11.2015 unterzeichnen werden. Wuppertal hat es damit als eine der wenigen Städte bundesweit geschafft, das Teilziel „Nachhaltigkeit“ des damaligen Projektes umzusetzen.

Ziel dieser Kooperationsvereinbarung ist, die nachhaltige Vernetzung professioneller Beratungs- und Unterstützungsstrukturen zur Verbesserung der Lebensbedingungen alleinerziehender Menschen in Wuppertal fortzusetzen.

Alleinerziehend ist eine wachsende Familienform. „In Wuppertal leben aktuell mehr als 8700 Alleinerziehende, davon sind mehr als 4.600 im Leistungsbezug des SGB II“, so Thomas Lenz, Vorstandsvorsitzender der Jobcenter Wuppertal AöR.

„Nicht jede der Einelternfamilie benötigt Unterstützung. Aber dort, wo sie erforderlich ist, soll sie auch möglich sein“, unterstreicht Dr. Stefan Kühn, Sozialdezernent der Stadt Wuppertal. Deshalb ist es wichtig, Lücken in der Versorgungsstruktur zu identifizieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Dabei spielt die Vernetzung und enge Zusammenarbeit der Fachkräfte in den Beratungs- und Unterstützungsstrukturen eine entscheidende Rolle. Notwendig sind „kurze Wege“ und das Wissen „wer macht was“, damit Hilfe schnell ankommt.

Auch Erziehende in Partnerschaft und Ehe haben vielfach die gleichen oder ähnlichen Alltagsprobleme. Etwa der (Wieder-)Einstieg in Erwerbstätigkeit nach der Familienphase. Besonders die Kinderbetreuung in Randzeiten ist schwierig. Alleinerziehende müssen diese Anforderungen des Alltags ohne Unterstützung des Partners oder der Partnerin meistern. Da braucht es vor allem ein funktionierendes soziales Netz. Zunehmend wichtiger sind zudem Angebote, die den besonderen Bedürfnissen Alleinerziehender gerecht werden, wie zum Beispiel die Teilzeitausbildung.

„Das Jobcenter hat in den letzten Jahren eine große Palette von Maßnahmen aufgebaut, die geeignet sind, Alleinerziehende perspektivisch in Ausbildung oder Arbeit zu integrieren“, berichtet Thomas Lenz. Förderketten, so wie sie im damaligen Projekt Alleinerziehende mit Hilfe von Fachkräften theoretisch entwickelt wurden, konnten praktisch umgesetzt werden. Sie richten sich an Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, bieten berufliche Orientierung und ermöglichen Praktika. Einige Angebote halten teilweise eine niedrigschwellige Kinderbetreuung vor, andere Maßnahmen finden in Teilzeit statt, damit eine Teilnahme überhaupt möglich ist. Arbeitgeber müssen sensibilisiert und „aufgeschlossen werden“, damit Alleinerziehende eine Chance auf berufliche Integration erhalten.

„Diese Vielfalt an Angeboten ist bemerkenswert und zielführend: Die Integrationsquote der Alleinerziehenden steigt seit zwei Jahren kontinuierlich an“, weiß Thomas Lenz. „Das hat nicht nur einen guten Effekt für die Alleinerziehenden sondern auch für die Stadt: Verringerter Leistungsbezug spart Mittel, die anderswo sinnvoll genutzt werden können“, freut sich Dr. Stefan Kühn.

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