11.04.2015

Autonomes Zentrum polizei

Autonomes Zentrum: Polizei ermittelt nach lebensgefährlichen Messerstichen

In der vergangenen Nacht kam es an der Markomannenstraße in Wuppertal-Elberfeld zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der ein Mann lebensgefährlich verletzt wurde.

Zeugen informierten gegen 01:00 Uhr die Feuerwehr über einen Verletzten im Autonomen Zentrum. Bei Eintreffen der Rettungskräfte wurden Polizeibeamte und Rettungswagenbesatzungen im Gebäude von mehreren Angehörigen der linken Szene angegriffen und der Zutritt verwehrt. Erst durch den Einsatz von Pfefferspray und mittels Schlagstock konnten die Einsatzkräfte den Verletzten zur weiteren ärztlichen Versorgung aus dem Gebäude retten. Der 53-jährige Wuppertaler befindet sich derzeit in einem Krankenhaus, wo er intensivmedizinisch betreut wird. Zur Ermittlung von Tatverdächtigen sowie zum Auffinden von Spuren musste unter anderem das Haus geräumt und durchsucht werden.

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Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen kann ein Tatzusammenhang zu Personen aus der rechten Szene nicht ausgeschlossen werden. Im Verlauf eines anderen Einsatzes wurde wenig später im Bereich der City-Arkaden ein 25-Jähriger mit Stichverletzungen angetroffen und ebenfalls zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Zur Klärung der Tatumstände hat die Wuppertaler Polizei eine Mordkommission eingesetzt. Die Ermittlungen dauern an. Zeugen, die Angaben zu diesem Verbrechen machen können, werden dringend gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

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Quelle: Polizei Wuppertal

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Kommentare

  1. Basta sagt:

    Wuppertal: Besucher des Autonomen Zentrums durch Messerangriff schwerverletzt!

    Samstagmorgen um 1.00 Uhr wurde ein Freund unseres Hauses auf der Straße vor dem AZ von mehreren Tätern angegriffen und mit zahlreichen Messerstichen in den Rücken lebensgefährlich verletzt. Vorher hatten die drei Männer mit Hogesa-Sprüchen AZ-Besucher*innen provoziert. Nach dem Messerangriff flüchteten die Männer unerkannt.

    Den Schwerverletzten haben wir schnell in den Flur des AZ gebracht und ihm Erste Hilfe geleistet. Gleichzeitig haben wir umgehend vom AZ aus mehrfach den Notarzt gerufen. Die Rettungskräfte kamen zeitnah und übernahmen die Erstversorgung. Ein später eintreffender Notarzt durfte jedoch nur mit großer Polizeibegleitung ins AZ, weshalb auf das Eintreffen weiterer Polizist*innen gewartet wurde, bevor die Rettung fortgesetzt werden konnte. Doch anstatt das Gespräch mit den geschockten AZ-Besucher*innen am Eingang zu suchen, stürmten die nun mehr verstärkten Polizeikräfte unter Androhung von Schlagstock- und Pfefferspray-Einsatz in den AZ-Eingang, um mit Gewalt zu dem Verletzten zu gelangen.

    Die Polizei behauptete später in einer unsäglichen Pressemitteilung, die von allen Wuppertaler Medien ungeprüft übernommen wurde, Besucher*innen hätten Polizeibeamte und Rettungswagenbesatzungen im Gebäude angegriffen und die Polizei hätte erst „durch den Einsatz von Pfefferspray und mittels Schlagstock (…) den Verletzten zur weiteren ärztlichen Versorgung aus dem Gebäude retten“ können.

    Später traten die Polizeikräfte, auf der Suche nach möglichen Tätern, im AZ noch wahllos Türen ein. Auch das könnte man mit mehr Abstimmung mit den vor Ort anwesenden Vertreter*innen des AZ und dem (vor Ort übergebenen ) Schlüsselbund besser machen. Schließlich erklärte die Polizei das AZ zum Tatort und beschlagnahmte unser Haus bis zum Morgen. Die Messerstecher waren zu diesem Zeitpunkt schon lange weg.

    Der Überfall hat uns alle sehr erschreckt und betroffen gemacht.

    Wir hoffen, dass unser Freund wieder gesund wird!

    Wir schicken Dir herzliche Grüße und viel Kraft ins Krankenhaus!

    Besucher*innen des Autonomen Zentrums Wuppertal

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