28.03.2015

„Gott, hilf mir…“

"...denn das Wasser geht mir bis an die Kehle". Eindrücke vom Gottesdienst in der CityKirche heute Morgen.

„Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.“
Das sind alte Worte. Und doch so aktuelle Worte. Verzweifelte Worte. Und doch haben sie für mich große Kraft. Unzählige Menschen haben sie gebetet, damals, in biblischer Zeit, und durch die Jahrhunderte, bis heute. Mit diesen Worten beten wir heute Morgen. „Gott, hilf mir! Ich versinke?“ In diese Worte haben Menschen ihre ganz persönliche Not gelegt. Ihre eigene Erfahrung, dass man in Verzweiflung versinken kann. Ich kann nur ahnen, wie das sein mag. Ich kann nur ahnen, wie es für die sein mag, die bei dem Flugzeugabsturz liebe Menschen verloren haben. Wenn wir nicht selbst betroffen sind, dann braucht unsere Anteilnahme Demut vor ihrem Leid….

Mit diesen Worten begann Superintendentin Ilka Federschmidt ihre Ansprache in der voll besetzten CityKirche Elberfeld zum ökumenischen Fürbittgottesdienst für die Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich und deren Angehörige. Stadtdechant Dr. Bruno Kurth versuchte in eindrücklichen Worten, die Gefühle und Gedanken der Anwesenden in Fürbitten vor Gott zu bringen: „Gott, bewahre Alle, die von diesem Unglück betroffen sind, und uns selbst davor angesichts des schrecklichem Leides zu resignieren und die Hoffnung zu verlieren. Auch im Zweifel und in der Trauer stärke unseren Glauben und die Liebe…“

Citypfarrer Erhard Ufermann hatte zuvor die ca. 200 Anwesenden eingeladen, ihre Trauer und Klage auch in Form einer Kerze vor Gott zu bringen. Sehr viele Menschen kamen der Einladung nach, so dass auf den vorderen Stufen ein großes Lichtermeer den Gottesdienst begleitete.

Die Predigt und die Fürbitten dokumentieren wir zum Nachlesen und Nachbeten im Downloadbereich. Es handelt sich um Manuskripte, es gilt das gesprochene Wort!

text und fotos: kirchenkreis/ör/werner jacken

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