12.02.2010

Plagiate Produktentwicklung Produktfälschungen Produktpiraterie

„Preisträger“ des 34. Plagiarius-Wettbewerbs

Die Aktion Plagiarius e.V. hat zum 34. Mal den Plagiarius-Wettbewerb durchgeführt. Die diesjährigen „Preisträger“ des Negativpreises „Plagiarius“ wurden am 12. Februar 2010 auf der Frankfurter Konsumgütermesse „Ambiente“ bekannt gegeben.

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Laudator der diesjährigen Preisverleihung war am heutigen Morgen Frank A. Dassler (General Counsel der adidas Group). Aus insgesamt 43 Wettbewerbsbeiträgen hatte die Jury

– drei Preise (Eiswürfelbehälter, Spielzeug-Mähdrescher, Multimediasessel),

– sechs gleichrangige Auszeichnungen (Glasschneider, Liebeskugeln, Handbrause, Dekoelemente, Küchen-Hackgerät, Messekonzept) und

– zwei Sonderpreise (Küchenmesserset inkl. Verpackung, Messerset mit Messerblock) ausgewählt.

Plagiarius-Jury-2010

Die bergische Industrieregion ist weltweit insbesondere für die hohe Qualität ihrer Werkzeuge, Schneidwaren und Beschläge bekannt. Darüber hinaus ist die Chemie- bzw. Pharma- (z.B. Bayer), die Automobilzuliefer- (z.B. Delphi) und die Haushaltsgeräteindustrie (z.B. Vorwerk) mit weltbekannten Herstellerprodukten und -marken in der Region stark vertreten. Solche Produktinnovationen gepaart mit einem starken Markenschutz sind von großem wirtschaftlichen Interesse für die bergische Region. Insofern sind die innovativen Produkte und starken Markennamen der regionalen Industrie auch stetig weltweiter Produkt- und Markenpiraterieangriffe ausgesetzt und finden so auch häufig Eingang beim Plagiarius als Originalvorlagen für die „prämierten“ Plagiate und Produktfälschungen.  In diesem Jahr traf es u.a. Produkthersteller aus  Haan (Fa. Bohle AG) und Solingen (ZWILLING J.A. Henckels AG).

Sowohl die mit dem Negativpreis Plagiarius 2010 „prämierten“ Plagiate und Produktfälschungen als auch die diesjährige Preisverleihung verweisen deutlich darauf, welchen Gefahren sich gewerbliche Unternehmen und private Endverbraucher aussetzen und auch welche Verantwortung diese für sich und andere tragen. Zur handlungsorientierten Unterstützung von Herstellerunternehmen und Markeninhabern sowie von privaten Endverbrauchern wurden im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin schon im Herbst 2006 vom Wuppertaler ASER-Institut in Zusammenarbeit mit einem bergischen Facharbeitskreis die Module für einen aktiven Produkt- und Markenschutz (u.a. als Pionierentwicklungen eine Technologie-Datenbank und ein Verbraucher-Leitfaden) entwickelt und seitdem betrieben. Hierzu paßt auch das Museum Plagiarius, welches seit dem Frühjahr 2007 auf dem neuen Standort in Solingen mehr als 350 Originale und Plagiate zur praxisnahen Sensibilisierung ausstellt.

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Kommentare

  1. Redaktion_1 sagt:

    njuuz ist ein Wuppertaler Lokal-Medium. Ich fände es gut, wenn Sie den Wuppertal-Bezug der Meldung herausstellen würden.

    Viele Grüße

    Georg Sander
    njuuz-Team

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