23.10.2014

„Das Unfassbare“ – Buchvorstellung

Erinnerungen des Auschwitz-Überlebenden und Wuppertaler Zwangsarbeiters Jacob Friedman

Jacob Friedman
10. November 2014 | 19:00 Uhr | Citykirche Wuppertal Elberfeld, Kirchplatz

Wir haben kurzfristig das Programm des Abends ändern müssen.
Leider fühlt sich Jacob Friedman zurzeit zu schwach für die lange Reise
und kann daher nicht persönlich nach Wuppertal zur Präsentation seines Buches kommen.
Wir sind daher glücklich, dass wir kurzfristig Roswita Dasch und Olaf Reitz gewinnen konnten, der Buchvorstellung einen angemessenen Rahmen zu geben.
Jacob Friedman werden wir, wenn er nicht kommen kann, via Skype zuschalten.
Die Familienangehörigen von Jacob Friedmann werden stellvertretend seine Lebenserinnerungen präsentieren.

– (via Skype) Jacob Friedman aus Rischon Lezion (Israel)
– Gespräch mit den Kindern von Jacob Friedman
– Lesung mit Olaf Reitz
– Jiddische Lieder mit Roswita Dasch

 

Das Buch:

Manchmal wird ein bestimmtes Ereignis, das zunächst wie eine unscheinbare und flüchtige Episode wirkt, im Nachhinein nicht nur zu einem wichtigen Teil unseres Lebenslaufs, sondern gar zum entscheidenden Wendepunkt des Lebens. Ich kann dieses ganz klar über die Zeit sagen, in der ich als Gefangener in Wuppertal gearbeitet habe. Diese Zeit hat mir bestimmt das Leben gerettet.“

Jacob Friedman, Jahrgang 1926, wuchs in einer jüdischen Familie in Lwów auf. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen gab er sich als nichtjüdischer Ukrainer aus, um den Morden der Einsatzgruppen zu entgehen. Friedman wurde zur Zwangsarbeit nach Wuppertal deportiert, wo er bei der Reichsbahn arbeiten musste. Als man entdeckte, dass er Jude war, wurde er verhaftet und verbrachte einige Monate im Wuppertaler Polizeigefängnis. Später wurde er in das KZ Majdanek verschubt, dann nach Auschwitz-Monowitz, wo er für die IG Farben arbeitete. Seine letzten Leidensstationen waren das KZ Sachsenhausen und der „Todesmarsch“ kurz vor der Befreiung. Heute lebt er in Rischon Lezion in Israel.

Jacob Friedman hat 2009 in dem Buch „Das Unfassbare“ seine Geschichte verarbeitet, das wir am 10. November in deutscher Sprache präsentieren können.

Veranstalter: Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal e.V. in Kooperation und Unterstützung der Bethe-Stiftung, der Citykirche Wuppertal-Elberfeld, der Rosa Luxemburg Stiftung NRW und der Stiftung EVZ.

Internet: www.gedenkbuch-wuppertal.dewww.wuppertaler-widerstand.de

 

Ab 10.November 2014 auch im Buchhandel:
Jacob Friedman: Das Unfassbare.
Meine Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg (=Verfolgung und Widerstand in Wuppertal, Band 13),
De Noantri Verlag, Bremen, Wuppertal 2014. 8 €
ISBN: 978-3-943643-01-5

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