20.05.2014

Tierschutz Umwelt Wuppertaler Zoo

GRÜNE vor Ort: Transparenz im Wuppertaler Zoo

Am Montag, den 19.05. besuchte die GRÜNE Ratsfraktion Dr. Lawrenz in „seinem“ Zoo, um sich über die Umsetzung des Konzeptes „Der grüne Zoo“ zu informieren. Als Gast begleitete sie Martin Sebastian Abel MdL, tierschutzpolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion.

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Anja Liebert, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:
„Die Pläne zur Umstrukturierung des Zoos entsprechen den Vorstellungen GRÜNER Politik. Wichtig ist uns eine artgerechte Haltung, die Voraussetzung dafür ist, Wildtiere in einem Zoo zu halten.

Die Tierhaltung soll verbessert werden, indem auf weniger Arten und auf die Stärken des Zoos gesetzt wird. Die Elefantenzüchtung ist beispielsweise im europäischen Vergleich herausragend. Andere Schwerpunkte sind Raubkatzen, Vögel und seltene Huftiere. Die Anlagen der Schneeleoparden, aber auch der Wölfe werden um ein Vielfaches so groß sein wie bisher. Darüber hinaus ist die Umweltbildung als neues Ziel seit der Vorstellung des Konzeptes im letzten Jahr hinzugekommen. Ökologie wird ebenfalls großgeschrieben. Mit dem neuen Energiekonzept sollen z.B. ein Blockheizkraftwerk oder eine Biogasanlage für die Senkung des Energieverbrauchs sorgen. Durch die Nutzung von E-Mobilen gelangen die Mitarbeiter*innen abgasfrei zu jedem Einsatzort im Zoo. Diese Entwicklung unterstützen wir sehr.“

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Die negative, bundesweite Berichterstattung über die Schimpansenhaltung wurde ebenfalls thematisiert.

Martin Sebastian Abel MdL:  „Nach Christoph Maria Herbsts kritischen Äußerungen zur Schimpansenhaltung haben sich viele Bürger*innen an mich gewandt.

Klar ist, dass weder der jetzige noch der vorherige Zoodirektor die Verantwortung dafür tragen, dass der Schimpanse Epulu früher wie ein Menschenkind groß gezogen wurde und deshalb nicht in eine Schimpansengruppe integriert werden kann. Es ist gut, dass die Schimpansenhaltung perspektivisch in Wuppertal beendet wird. Ich kann Herrn Dr. Lawrenz nur raten, aller Kritik mit Transparenz zu begegnen. Legen Sie alle Informationen offen, präsentieren und kommentieren Sie auf ihrer Homepage die Fakten.“

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Kommentare

  1. Wolf Girdes sagt:

    Hätte der Besuch nicht auch nach den Wahlen stattfinden können?
    Dies wäre meines Erachtens glaubwürdiger.

    Interessant ist in den Ausführungen:
    „Wichtig ist uns eine artgerechte Haltung, die Voraussetzung dafür ist, Wildtiere in einem Zoo zu halten. …Die Elefantenzüchtung ist beispielsweise im europäischen Vergleich herausragend.“

    Ja, sehr artgerecht, diese Freiheit und diese Züchtung. Liebe diese Grünen, in Freiheit lebende Elefanten machen am Tag auch mal 40 km zum nächsten Wasserloch oder Salzstein. Jepp, da schießt ihr mit euerem Freiheitsgedanken mal wieder ein Eigentor.
    Danke an dieser Stelle noch einmal, dass ihr die gestzliche Gängelung für Hartz-4-Empfänger zusammen mit der SPD eingeführt habt. Almosenempfänger und Freiheit? Diese Grünen regeln das.

    1. Friedhelm Moser sagt:

      Herr Girdes, wenn Sie aus persönlichen Gründen etwas gegen die Grünen haben, ok, aber dann lassen Sie das bei den entsprechenden Themen aus und stänkern Sie nicht an Themen wie Zooierhaltung herum, mit denen Sie sich nicht auskennen wie Sie mit Ihrem Kommentar ausreichend selbst gezeigt haben.
      Ich finde es super, dass die Grünen den Zoo besuchen und sich selbst ein Bild machen, anders als deren Kollegen in Berlin oder Duisburg, die ebenso wie die Piraten auf die Propaganda gewisser Tierrechtler hereinfallen.

      1. Wolf Girdes sagt:

        Lieber Nick Moser,

        offensichtlich haben Sie meine Kritik nicht verstanden. Es geht um eine Kritik an Wildtierhaltung in Zoos und deren Befürwortung.
        Die exemplarisch gewählte Elefantenhaltung stammt von den Grünen, diese habe ich „artgerecht“ kritisiert. Für mich bilden gesundes und ökologisch bewußtes Leben eine Einheit. Wer Tiere nicht artgerecht züchten und halten kann, sollte darauf verzichten.
        Tiere mit Bewegungsdrang, ob Elefanten oder Wölfe oder … gehören m. E. nicht in den Zoo. Es ist die Wertschätzung von Lebewesen schlechthin, diesbezüglich lassen diese Grünen in den letzten Jahren nicht nur Freiheitsgedanken sondern auch Menschlichkeit vermissen. Es gipfelt darin, dass diese Grünen Kriegseinsätze befürworten. Diese Grünen machen ihre Politik in „Diese Grünen“ transparent. Und dies ist gut so. Und deshalb wähle ich sie nicht, erlaube mir aber Kritik an dieser Grünen Politik. Dennoch danke für Ihre Aufmerksamkeit und Verständnis für andere demokratische und tolerante Auffassungen.

        Damit auch Sie sich künftig besser auskennen, nehmen Sie Gelegenheiten wahr, der Zoo bietet manchmal einen „Blick hinter die Kulissen“. Empfehlenswert und aufschlussreich.

        1. Friedhelm Moser sagt:

          Herr Girdes,

          ich war schon häufig in Zoos, auch bei Führungen hinter die Kulissen, und kenne mich durchaus mit der Problematik der Tierhaltung aus. Sie aber wohl nicht, denn Sie reduzieren das komplexe Thema Tierhaltung auf eine reine Flächenfrage und erzählen etwas von „Bewegungsbedürfnis“, eine völlig unwissenschaftliche Bezeichnung. Sie beziehen sich auf Menschlichkeit und begründen damit eine rein emotionale, aber sachferne Ablehnung der Tierhaltung in Zoos. Gut für eigene Gewissen, so unbeleckt von Sachkenntnis, aber zu Lasten der Tiere.
          Zoos sind nunmal die größten Umweltbildungseinrichtungen, bringen den Besuchern die Tiere auch positiv emotional näher und tragen direkt und indirekt mehr zum Tier- und Naturschutz bei als alle Spendensammel-Marktschreier der Tierrechtler.
          Da sie dann weiter unten wieder auf die Grünen einschlagen, obwohl es im Artikel nicht um diese Themen geht, versuchen Sie offenbar, vom eigentlichen Thema abzulenken. Ich kritisiere die Grünen auch gern und oft, aber hier lobe ich sie für den Versuch, sich ein eigenes Bild zu machen und nicht wie die Piraten auf Tierrechtler-Propaganda hereinzufallen.

          PS ich heiße nicht Nick.

          1. Wolf Girdes sagt:

            Lieber Herr Nick Moser,

            offensichtlich wollen Sie, was ich geäußert habe nicht verstehen. Ihre triviale Behauptung Tierhaltung wäre von mir auf Fläche und Bewegungsbedürfnis reduziert worden, trifft nicht zu, auch wenn Sie dies mit dem Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit verstärken wollen.
            Richtig ist, dass ich den Begriff Bewegungsdrang benutzt habe. Eine einfache Internetsuche zu „Tierhaltung und Bewegungsdrang“ hätte Ihnen hilfreich sein können, oftmals ist Wikipedia hilfreich, so auch in diesem Fall:

            de.wikipedia.org/wiki/Artgerechte_Haltung

            „Artgerechte Haltung bezeichnet eine Form der Tierhaltung, die sich an den … viele natürliche Verhaltensweisen, wie ihren Bewegungsdrang, den Jagdinstinkt …“

            Viel Spaß und bitte keine weitere Unsachlichkeit, ich bin unbelehrbar.

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