17.03.2014

Bernhard Sander Gerd-Peter Zielezinski Kultur Ratsfraktion DIE LINKE Wuppertaler Bühnen

Wuppertaler Bühnen auf dem Weg in die Provinz

Mit der Vorstellung des neuen Spielplans zeigt sich die Abkehr von einem festen Ensemble der Oper.

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„Wenn auf das Wort des Oberbürgermeisters kein Verlass mehr ist, worauf sollte sich die Bürgergesellschaft dann noch verlassen können?“, fragt Gerd-Peter Zielezinski, Vorsitzender  der Ratsfraktion DIE LINKE, nachdem der neue Intendant seine Pläne für die kommende Spielzeit der Presse mitgeteilt hat. Diese Pläne beinhalten die Abkehr  vom festen Ensemble und die Einrichtung eines en suite-Betriebes mit langen Phasen ohne Aufführungen. Gerüchte darum  tat der Oberbürgermeister als Theaterdonner und Unterstellung ab. Monatelang war der Oberbürgermeister um keine Ausrede verlegen, sich einer Diskussion um die künstlerische Konzeption zu entziehen. (vgl. WZ  vom 13.3.14). Dieses feige Verhalten des OB ist einfach nur beschämend.

Kulturausschuss-Mitglied Bernhard Sander bedauert, dass die Geschäftsführung der Bühnen es nicht für nötig erachtet hat, den neuen Spielplan und die Grundausrichtung mit der kulturinteressierten Bürgerschaft oder stellvertretend mit dem Kulturausschuss zu besprechen, sondern nur mit dem Aufsichtsrat der Bühnen. „Ein Aufsichtsrat ist ein unternehmerisches  Steuerungsinstrument und kein künstlerisches“, betont Sander. „Mit diesem  Spielplan, ohne jeglichen Mut zum Experiment, mit der Beschränkung auf Althergebrachtes führt Herr Kamioka unsere Oper in die tiefste Provinz, aber er dürfte damit allerdings den Geschmack von OB Jung treffen.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE wünscht dem scheidenden Intendanten Weigand alles Gute. Das Mitglied des Kulturausschusses Bernhard Sander erinnert sich gerne an tolle Barockopern und vor allem an die „Bluthochzeit“, die im Feuilleton der FAZ gelobt wurde.

Es sei bedauerlich, so Sander weiter, dass die neue Schauspielintendantin Frau Abbrederis  sich das Weihnachtstück hat wegnehmen lassen und auf die große Bühne gänzlich verzichtet. In der Anlage des Spielplans ist offensichtlich, dass man seitens der Stadtspitze weiter am Kurs des Kaputtsparens festhält und nur das Tempo angesichts des allgemeinen Unmuts gedrosselt hat.

 

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