17.07.2013

Bienen Imker Landwirtschaft Ökosystem Pestizide

GRÜNE zu Besuch bei Wuppertaler Imkern

Die GRÜNE Landtagsabgeordnete Jutta Velte und die Wuppertaler Stadtverordneten der GRÜNEN Gerta Siller und Bettina Brücher informierten sich gestern bei der Kreisimkerschaft in der Gartensiedlung „Vorm Eichholz“ über die Arbeit mit Bienen.

Die GRÜNE Landtagsabgeordnete Jutta Velte und die Wuppertaler Stadtverordneten der GRÜNEN Gerta Siller und Bettina Brücher informierten sich gestern bei dem Vorsitzenden, Herrn Ernst, und dem Pressesprecher der Kreisimkerschaft, Herrn Sieben, in der Gartensiedlung „Vorm Eichholz“ über die Arbeit mit Bienen.

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Jutta Velte

„Der Einblick in die Imkerei war sehr interessant und aufschlussreich“ so die GRÜNE Landtagsabgeordnete Jutta Velte. „Imkerinnen und Imker leisten durch viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit einen äußerst wichtigen Beitrag für ein funktionierendes Ökosystem. Monokulturen, der Verlust von blühenden Ackerpflanzen, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, wie den Neonicotonoiden, der Eintrag von Schadstoffen und insektenvernichtende Bewirtschaftungsmethoden führen zur Schwächung der Bienen und erschweren die Imkerei. Es ist gut, dass die EU einige Pestizide verbieten will. Darüber hinaus können alle, die einen Garten haben zur Bienenpflege beitragen. Zum Beispiel, indem sie mehr Blühpflanzen aussäen oder gar selber ImkerIn werden. Den Vorschlag der Imker, mit der Junior Uni zusammenzuarbeiten und Kinder und Jugendliche für Bienen und für die Imkerei zu begeistern, halte ich daher für eine sehr gute Idee, die ich auch gerne nach Möglichkeit unterstützen werde.“

„Konflikte mit der Landwirtschaft sind vorhanden, wenn es beispielsweise darum geht, mit welchen Arbeitsgeräten die Landwirte blühende Wiesen mähen“, ergänzt Bettina Brücher, Vorsitzende des Umweltausschusses. „Je nach Technik überlebt kein Insekt und somit auch keine Biene, darüber hinaus gibt es immer weniger Blühstreifen an den Feldrändern, die Bienen als Lebensraum dienen. Bienen sind für die Landwirtschaft existenziell wichtig, denn ohne Bestäubung ist das Wachstum vieler Pflanzen unmöglich. Der Verbrauch von landwirtschaftlichen Flächen durch Bebauung wirkt sich auch hier negativ aus. Die vorhandenen Flächen werden aus wirtschaftlichen Gründen überwiegend landwirtschaftlich genutzt, der Natur- bzw. Bienenschutz  kommt oft zu kurz. Monokulturen oder keine ausreichenden Fruchtfolgen tun ihr Übriges.“

Imkerbesuch

„Ein weiteres großes Problem stellt der Pestizideinsatz dar“, so Gerta Siller, Stadtverordnete und Bezirksvertreterin in Elberfeld. „Viele Pestizide werden in der Landwirtschaft, aber auch in Nutzgärten legal eingesetzt, ihre Wirkung kann auf lange Sicht allerdings verheerend sein. Die Gefährdung der Bienen ist immer zusammen mit einer Gefährdung durch die landwirtschaftliche Produktion zu sehen. Wir meinen, dass dieser Zusammenhang  bis heute unterschätzt wird. Ich persönlich fand diesen Besuch wirklich beeindruckend, zumal er deutlich machte, dass Bienenstöcke auch in innerstädtischen Gärten betrieben werden können. Für mich steht fest, im nächsten Jahr werden auch bei mir im Garten mitten in Elberfeld Bienenstöcke ein Zuhause finden.“

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Kommentare

  1. Jakob Steffen sagt:

    Vielen Dank für diese wertvolle Öffentlichkeitsarbeit zu Gunsten unserer Arbeit, sehr geehrte Damen Velte, Siller und Brücher:

    Seit dem Beginn der akuten Gefährdung der Honigbiene vor etwa fünf bis sechs Jahren durch eine Vielzahl von Faktoren, wie die von Ihnen genannten Pestizide und die industrielle Übernutzung der Bienen in Monokulturen, kommt es in der Tat auf jede Imkerin und jeden Imker an, und mögen Sie nur zwei Völker halten.

    Imkern ist praktischer Naturschutz – und macht obendrein auch noch große Freude. Insoweit beglückwünsche ich Frau Siller zu Ihrer Entscheidung, Sie werden es nicht bereuen.

    Bitte speisen Sie Ihre Erkenntnisse auch in Ihre politische Arbeit ein, denn noch ist die Lobby der Bienen – nicht zuletzt gemessen an ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung – viel zu schwach.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Jakob Steffen

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