18.03.2013

Demonstration polizei Rechtsextremismus

Unfriedliche Protestaktionen gegen Rechten-Demo

Eine linke Gegendemonstration zu einem Aufmarsch von Rechtsradikalen eskalierte nach Angaben der Polizei am Sonntag. Eine unbeteiligte Passantin wurde dabei leicht verletzt.

Die Partei „DIE RECHTE“ meldete für Sonntag eine Kundgebung in Wuppertal-Elberfeld an. Ein durch die Fußgängerzone geplanter Aufzug unter dem Motto eines „rechten Picobello-Tages“ sollte in der Zeit von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr stattfinden. Bereits ab 14.00 Uhr versammelten sich im Elberfelder Innenstadtbereich bis zu 300 Gegendemonstranten zum Thema „Gegen Rechts – Kein Platz für Nazis in Wuppertal“. Ein Veranstaltungsleiter vor Ort konnte jedoch trotz Bemühungen der Polizei nicht gewonnen werden. Zwei Personen mussten im Vorfeld wegen versuchter Körperverletzung und zur Durchsetzung eines Platzverweises in Gewahrsam genommen werden.

Gegen 15.40 Uhr startete der Aufzug der Rechten mit etwa 30 Teilnehmern von der Straße Alte Freiheit über die Kirchstraße Richtung Wall. Dabei kam es zu Störaktionen von aggressiven und zum Teil vermummten Gegendemonstranten, die mehrfach versuchten, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen und mit Flaschen, Steinen und Silvesterböllern warfen. Die Polizei setzte bei den Ausschreitungen Pfefferspray ein und nahm im Nachhinein einen Steinewerfer fest. Eine unbeteiligte Passantin erlitt leichte Verletzungen, als sie von einer von Gegendemonstranten umgestoßenen Warnbake getroffen wurde.

Der Aufzug der Rechten musste über die Schloßbleiche zurück zur Straße Alte Freiheit umgeleitet werden, wo die Veranstaltung gegen 16.50 Uhr endete. Im Anschluss zogen vereinzelte Personengruppen durch das Wuppertaler Stadtgebiet. In Elberfeld suchten gegen 18.20 Uhr etwa 30 aggressive und mit Stangen bewaffnete Personen aus dem Kreis der Gegendemonstranten eine Wohnanschrift von Angehörigen der rechten Szene auf. Die Polizei nahm 29 Personen (Angehörige aus dem linken Spektrum sowie Fans eines türkischen Fußballvereins im Alter von 14 bis 34) wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung und schweren Landfriedensbruchs fest. Da Hinweise vorlagen, dass aus der betroffenen Wohnung des 21-jährigen Rechten mit einer Schusswaffe am Fenster hantiert und geschossen wurde, durchsuchten Polizisten das Gebäude. Der 21-Jährige wurde vorläufig festgenommen. In seiner Wohnung stellten die Beamten eine Schreckschusswaffe sicher. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet; die Ermittlungen dauern an.

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Quelle: Polizei Wuppertal

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