28.01.2013

DLK Helios helios-dlk ver.di

ver.di und Helios/DLK einigen sich

Die Gewerkschaft ver.di kritisiert die "Tarifflucht" der Helios-Tochter DLK, begrüßt aber die Vermeidung von Kündigungen

Zwischen dem Helios Klinikum Wuppertal und dem Betriebsrat ist unter Vermittlung der Einigungsstelle ein Interessenausgleich und Sozialplan vereinbart worden. Die eigene Servicegesellschaft DLK soll in vier Kleinunternehmen aufgespalten werden. Die von Helios ursprünglich beabsichtigte Kündigung von 160 Beschäftigten ist vom Tisch.

Für ver.di ist die Vermeidung der Kündigungen ein großer Erfolg der Beschäftigten, „die sich mutig und entschlossen gegen die Pläne des Krankenhaus-Konzerns gestellt haben“. Der große Druck innerhalb des Klinikums, aber auch in Wuppertal und der Region habe dazu geführt, dass die Geschäftsführung ihre ursprünglichen Pläne zurück genommen hat.

„Unser großer Dank gilt den mehr als 2.200 Menschen, die dem DLK-Unterstützerkreis beigetreten sind und deutlich gemacht haben, dass sich Helios in Wuppertal nicht alles erlauben kann“ sagt ver.di-Geschäftsführer Wolfgang Cremer.

Zwischen Klinikum und Betriebsrat wurde vereinbart, dass allen Beschäftigten ein Angebot zur Weiterbeschäftigung unterbreitet werden soll. Die Arbeitsbedingungen in den vier neuen Tochtergesellschaften sind unterschiedlich. Die Einkommen von 1/3 der Beschäftigten sollen gleich bleiben. Für 2/3 der Beschäftigten gilt zunächst für ein Jahr ein Schutz vor Absenkungen. Danach sollen die Einkommen um bis zu 17,5 Prozent gekürzt werden. Durch die Zahlung einer einmaligen Abfindung sollen die zukünftigen Verluste
zumindest für den Zeitraum von weiteren 22 Monaten ausgeglichen werden.

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Quelle: ver.di
Foto: Archiv

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