19.12.2012

Helios Helios-Klinikum jusos

Jusos solidarisch mit DLK-Beschäftigten

Entlassungen bei 30 Mio. Euro Gewinn? "Mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbar" meinen die Jusos und solidarisieren sich mit den protestierenden Beschäftigten. Kritisiert wird auch die Haltung der FDP-Fraktion.

Die geplanten Kürzungen bei der Helios-Tochter DLK stoßen bei den Wuppertaler Jusos auf harsche Kritik.

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Der Vorsitzende der Wuppertaler Jusos, Alexander Hobusch dazu: „In der Vorstandsetage von Helios regiert offenbar die blanke Gier.“ Bei einem Unternehmen, das im vergangenen Jahr 30 Mio. Euro Gewinn erwirtschaftet hat nun für Einsparungen von ca. 400.000 Euro 160 Arbeitsplätze abzubauen sei „mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbar.“

Die Jusos begrüßen grundsätzlich die vom Wuppertaler Stadtrat am 18.12. verabschiedete Resolution, die das Verhalten als in Wuppertal „unerwünscht“ bezeichnet. Gleichzeitig kritisieren sie die zögerliche Positionierung der CDU-Ratsfraktion: „Erst als der Druck nicht länger ertragbar war, ist die CDU aufgesprungen. Glaubwürdiger Einsatz für die Belange der DLK-Beschäftigten sieht anders aus“.

Die FDP-Ratsfraktion hat die Resolution erst gar nicht mitgetragen. „Bei solchen Gelegenheiten zeigt die FDP immer wieder, wie wenig ihr das Wohlergehen der ArbeitnehmerInnen wirklich bedeutet.“ Die Verweigerungshaltung der FDP sei ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten: „Solche marktradikalen Ideologien gehören dringend abgewählt“, ärgert sich Hobusch.

Helios muss Wertschätzung zeigen

Für die weiteren Verhandlungen fordern die Jusos ein Entgegenkommen von Helios. „Es kann nicht angehen, dass eine einjährige Weiterbeschäftigung angeboten wird und der Personalabbau dann einfach ein Jahr später stattfindet, das ist unredlich.“ Außerdem lehnen die Jusos jegliche Gehaltskürzungen bei den Mitarbeitern ab: „Das Unternehmen versucht seine Mitarbeiter regelrecht zu erpressen: Entweder Lohnkürzung oder Entlassung. Das kann man so nicht hinnehmen.“

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Kommentare

  1. petzi sagt:

    Nicht zu vergessen, dass die 30 Mio. Gewinn wohl größtenteils aus Kassenbeiträgen erwirtschaftet wurden, Zwangsbeiträge, die eigenlich einer vollumpfänglichen Versorgung zustehen. Die wird jetzt reduziert und der Rest eben als Gewinn ausgeschüttet. Gehts noch? Das einzige was Privatisierung bringt ist Profit für die Käufer, alle anderen zahlen drauf. Den Eigentümern ist das Schicksal von 160 Menschen, die gezwungen sind von ihrer Arbeit zu leben, ganz offensichtlich Scheissegal, und das für lausige 400.000 bei 30.000.000 Gewinn, das sind gerade mal 1,3% des von Kassenbeiträgen abgezwackten Profits.

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