27.06.2012

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Was wird aus der Meilenstein-Kampagne des Stadtmarketings?

Im Februar stellte das Stadtmarketing eine neue Idee vor: In Wuppertals Nachbarstädten soll für das Leben und Arbeiten in der Schwebebahnstadt geworben werden. Gut vier Monate später ist es um die Kampagne ruhig geworden.

Die Aktion der Wuppertal Marketing GmbH (WMG) nennt sich „meilenstein wuppertal“ und verfolgt große Ziele. Auf der Homepage heißt es: „Wir möchten Wuppertal wieder zu einem wachsenden Wirtschaftszentrum unserer Region machen. Deshalb suchen wir Sie. Menschen, die gerne in einem sympathischen und facettenreichen Umfeld wohnen, leben und arbeiten möchten.“

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Die „Meilenstein“-Homepage.

Die Kampagne soll durch Sponsoren finanziert werden. WMG-Chef Matthias Haschke verspricht potentiellen Geldgebern: „Als Koordinator des Projekts liegt es mir persönlich am Herzen, dass Ihre finanzielle Unterstützung und Ihr Engagement zielführend und effizient eingesetzt werden.“

Welche Sponsoren haben seit Februar zugesagt? Die Homepage macht dazu keine Angaben.

Doch rund 100 Tage nach der Auftaktpräsentation hört man kaum etwas Neues und auch auf der Homepage tut sich wenig. Dabei sollte doch „ab Frühjahr 2012 eine mehrjährige Kampagne außerhalb Wuppertals starten“, wie noch immer im Webauftritt zu lesen ist. Aber von neuen Geldgebern, die gemeinsam mit Sparkasse und WSW das Projekt unterstützen wollen, erfährt man dort bis heute nichts. In der Rubrik „Aktuelles“ steht außer einem Bericht über die Kick Off – Veranstaltung vom 15. Februar nur ein Leserbrief eines Wuppertaler Unternehmers vom 21. März.

Ansichten der Kampagne und Animationen von Plakaten, die im Februar bereits in Wuppertaler Lokalmedien zu sehen waren, sucht man seltsamerweise auf der Homepage von „meilenstein wuppertal“ vergeblich. Stattdessen werden Interessenten dort noch immer vertröstet: „bald“ gebe es weitere Informationen.

Auch nach vier Monaten ist der Internetauftritt noch lückenhaft.

Ist also überhaupt noch mit der Kampagne zu rechnen? Offenbar ja. Laut Matthias Haschke wurde der Start verschoben. In einer Mail an njuuz teilt er mit: „Die Homepage ist in Arbeit. Wir werden im Herbst starten und die übrigen Angaben nach den Sommerferien bekannt geben.“

Einem Bericht von Radio Wuppertal zufolge plant die WMG, auf die enttäuschende Sponsorenresonanz zu reagieren, indem die Kampagne nur auf eine Stadt konzentriert wird. In dem Beitrag war von Schwelm die Rede. Hat die WMG statt Düsseldorf, Essen und Dortmund tatsächlich ein Städtchen im Visier, das weniger Einwohner hat als der Wuppertaler Stadtteil Vohwinkel? Gegenüber njuuz widerspricht Matthias Haschke der Radiomeldung: „Es ist nicht richtig, dass wir in Schwelm starten.“

Man darf also weiterhin gespannt sein, wann, wie und wo die Kampagne anlaufen wird.

>> Zur Homepage von „meilenstein wuppertal“

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Kommentare

  1. Man darf nicht vergessen, dass die Stadt Wuppertal der Wuppertal Marketing GmbH jährlich über 700.000 Euro auf’s Konto schiebt und das auch in den kommenden Jahren fest im Haushalt eingeplant hat.

    Ich bin davon überzeugt, dass das Stadtmarketing sehr viel besser und effizienter laufen würde, wenn diese Leistung von der Stadt ausgeschrieben würde – auch wenn die Stadt Wuppertal Teilhaber dieser GmbH ist.

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