31.01.2012

Agentur für Arbeit Wuppertal Arbeitslosenquote Jugendarbeitslosigkeit Martin Klebe

1.500 Arbeitslose mehr zum Jahresbeginn

Arbeitslosigkeit steigt saisonbedingt Knapp 20.000 Wuppertaler arbeitslos Arbeitslosenquote steigt auf 11,4 Prozent Nachfrage nach Arbeitskräften leicht gesunken

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„Der Anstieg der Arbeitslosenzahl war natürlich nicht überraschend, auch die Höhe ist nicht außergewöhnlich“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Wuppertal die aktuelle Situation. „Wie üblicherweise im Januar, steigt auch in diesem Jahr die Arbeitslosigkeit im Winter saisonbedingt. Neben witterungsbedingten Gründen führen beispielsweise auch Quartalskündigungen und Befristungen zum Jahresende zu diesem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Diese hohe Arbeitslosigkeit im Winter geht üblicherweise zum Frühjahr hin wieder zurück“, prognostiziert Martin Klebe.

 

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote in Wuppertal stieg von 10,6 Prozent im Dezember auf aktuell 11,4 Prozent. Damit ist die Arbeitslosenquote genauso hoch wie im Januar vor einem Jahr.

 

Mehr Arbeitslose

Aktuell sind in Wuppertal 19.841 Männer und Frauen ohne Job, 1.460 mehr als im Dezember, aber immer noch 137 weniger als im letzten Jahr. Davon werden rund 4.500 von der Agentur für Arbeit und rund 15.300 vom Jobcenter Wuppertal betreut. Die Arbeitslosigkeit ist in diesem Monat in der Arbeitslosenversicherung bei der Agentur für Arbeit Wuppertal deutlich stärker gestiegen als in der Grundsicherung des Jobcenters Wuppertal.

Viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt

Im Januar meldeten sich insgesamt 4.054 Personen in Wuppertal bei der Agentur für Arbeit Wuppertal oder dem Jobcenter Wuppertal neu oder erneut arbeitslos, das waren rund 900 mehr als im Dezember, aber über 600 weniger als im vergangenen Jahr. Auf der anderen Seite konnten in diesem Monat 3.046 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, das waren 118 weniger als im Dezember und auch 240 weniger als im Januar vor einem Jahr.

 

Jugendarbeitslosigkeit gestiegen

Die Arbeitslosigkeit jüngerer Menschen unter 25 Jahren ist in diesem Monat überproportional gestiegen. Dies liegt daran, dass einige Azubis, die ihre Ausbildungen nach dreieinhalb Jahren mit der bestandenen Prüfung jetzt im Januar beenden, vorerst nicht übernommen werden. Aktuell suchen noch 2.063 Personen unter 25 Jahren einen Job, das sind etwa 200 mehr als im Dezember und etwa genauso viele wie im Januar 2011.

„Die gut ausgebildeten jungen Menschen finden innerhalb weniger Monate wieder einen Job, denn die Wirtschaft braucht junge gut ausgebildete, motivierte und flexible Arbeitskräfte“, weiß Martin Klebe.

Kräftebedarf niedriger als im letzten Jahr

Auch wenn die Außenberufe im Winter stark beeinträchtigt sind, suchen in vielen Unternehmen Wuppertaler Chefs Arbeitskräfte. Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Wuppertal wurden in diesem Monat insgesamt 543 neue Stellen von Arbeitgebern aus Wuppertal gemeldet. Das waren rund 50 weniger als im Dezember und auch etwa 40 weniger als vor einem Jahr. In Wuppertal werden derzeit insbesondere Bürofachkräfte, LKW-Fahrer, Bauelektriker, Medizinische Fachangestellte, Gesundheits- und Krankenpfleger, Apotheker, Friseure, Fachkräfte im Maschinenbau, Zahnmedizinische Fachangestellte, Sozialarbeiter, Fachkräfte in der Metallbearbeitung, Werkzeugtechnik, Elektrischen Betriebstechnik und Lagerwirtschaft, Versicherungskaufleute sowie Maschinen- und Anlagenführer gesucht.

Den statistischen Arbeitsmarktreport finden Sie unter folgendem Link.

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