09.12.2011

getränke doeden Insolvenz Stephan Ries

Getränke Doeden – Sanierung geht voran

Der Wuppertaler Getränkehändler Doeden schreibt genau zehn Monate nach seinem Insolvenzeigenantrag wieder deutlich schwarze Zahlen. „Auch sonst geht es mittlerweile mit der Sanierung effektiv voran“, berichtet Insolvenzverwalter Stephan Ries, Anwaltskanzlei Schultze & Braun.

Im Hause Doeden unterstützt Ries dabei seit 1. Dezember ein neues Team an der Spitze. Volker und Uwe Doeden haben das Unternehmen verlassen. Jörn Doeden, 28 Jahre, Bereich Logistikabwicklung, und Janning Doeden, 26 Jahre, Bereich Einkauf/Verkauf, sind in die künftige Geschäftsleitung aufgerückt. Ihnen wird Stefan Jukic, 47 Jahre, zuständig für Verwaltung und Personal, zur Seite stehen.

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Stephan RiesInsolvenzverwalter Stephan Ries sieht Getränke Doeden auf gutem Weg - aber noch nicht über dem Berg.

Ergänzend soll in Kürze ein Beirat seine Arbeit aufnehmen, den Ries mit Brancheninsidern besetzen wird. Dieser wird die Geschäftsführung beraten und künftige Vertriebsaktivitäten fördern. „Wir hatten in den vergangenen Monaten keine leichte Zeit“, erläutert Insolvenzverwalter Ries. „Von zunächst 130 Mitarbeitern in beiden Betrieben konnten letztlich nur 64 bleiben. Zu Beginn der vorläufigen Insolvenzverwaltung hatten wir in NRW noch 24 Einzelhandelsgeschäfte; davon mussten aber 15 wegen Unrentabilität geschlossen werden. Der Markt ist im Groß- und Einzelhandel äußerst hart umkämpft; die Rückbesinnung auf die eigentlichen Kernkompetenzen von Doeden und der gute Name des Unternehmens haben im Sanierungsprozess jedenfalls spürbar geholfen. Lieferanten und Kunden blieben dem Unternehmen treu, die verbliebene Belegschaft ist hoch motiviert.“

Das Stammunternehmen Getränke Doeden Willi Doeden GmbH & Co KG soll mit Hilfe eines Sanierungsinsolvenzplans erhalten bleiben und entschuldet werden. Das geht aber nur mit weiteren finanziellen Einlagen aus dem Kreis der Familie Doeden. Derzeit gibt es zwar Immobiliar­werte und Schiffe, „aber eben noch kein flüssiges Geld“, erläutert Ries. Die örtliche Stadtsparkasse hat signalisiert, den Sanierungsprozess zu stützen; die Rinke-Treuhand berät die Gesellschafter Doeden. Ries abschließend: „Nun kommt es darauf an, dass die Familie die versprochenen Einlagen rechtzeitig leisten kann und wir den Betrieb bis dahin stabil halten können. Dafür sind von der Insolvenzverwaltung jedenfalls alle Weichen gestellt.“

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Quelle: PM Schultze & Braun Rechtsanwaltsgesellschaft

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