08.01.2010

Bäder Freibäder Haushaltssicherungskonzept Mirke Ronsdorf Schwimmen Vohwinkel

Geht Wuppertal baden?

Das Haushaltssicherungskonzept schlägt die Schließung von fünf Bädern vor. Gibt es dazu Alternativen? Der Abteilungsleiter im Sport- und Bäderamt, Bernd Bever, stellt sich der Diskussion beim Liberalen Club. Nachbarstädte haben es bereits getestet:

Liberaler Club JAN 2010In Schwelm geht es auch ohne städtische Trägerschaft, ebenso hat Schwerte ein Freibad mit eigenem Trägerverein – und dies schon seit einigen Jahren.

Geplant ist laut Haushaltssicherungskonzept, die Freibäder Mirke, Eckbusch und Vohwinkel, sowie die Hallenbäder in Ronsdorf und Vohwinkel zu schließen. Neben der Einsparung des Personals könnten dann ca. 2 – 5 Mio. EUR aufgelaufener Sanierungsstau je Bad für die Stadt entfallen.

Nur: Was folgt daraus? Was machen die Vereine, die Freizeitschwimmer und alle Gesundheitsaktiven ohne Bad in erreichbarer Nähe? Und wie lernen Kinder schwimmen, wenn sie bei zwei Schwimmstunden fast nur im Bus sitzen, für dann 10 Minuten im Wasser, weil sie von Vohwinkel zum Küllenhahn oder zur Schwimmoper fahren müssen?

Dass die Schließungen Einbußen an Lebensqualität in Wuppertal bedeuten, ist nicht zu bestreiten. Dass es beim Sparen immer  die Frage „warum gerade hier / warum gerade wir?“ gibt, ebenso. Eher entscheidend ist, ob es neben der simplen Schließung der Bäder andere Möglichkeiten gibt.

Kann z.B. die begeisterte Arbeit der Fördervereine etwa in erweiterer Form fortgeführt werden? Sind Trägermodelle in alltags-geprüfter  Form vorhanden, um auf privatem, bürgerschaftlichem Engagement aufbauen und weitermachen zu können? Die Städte Schwelm und Schwerte – vielmehr die Bürger dieser Städte – machen es jedenfalls vor.

Wieweit nach Bädern in Wuppertal eine  Nachfrage besteht, ist bei der dahinsiechenden „Bergischen Sonne“ eine naheliegende Frage.  Die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen zum Betrieb eines Bades in „freier Trägerschaft“ sind weitere mögliche Hürden für ein solches Modell. Aber gerade die Beteiligung der Nutzer am Betrieb der Bäder könnte auch die Bedarfsfrage ganz schnell und objektiv klären.

Öffentlich diskutiert werden soll dies beim Liberalen Club am 12, Januar (Dienstag), um 19.30 Uhr im InterCity Hotel, Döppersberg 50,  auf Einladung der FDP Wuppertal.

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