11.05.2011

Auf die Probe gestellt

Glockenspiel und Flötenzauber. Ein Stück der Theatergruppe Gertrudenstraße. In verschiedenen Blogs berichten die Teilnehmer der Jungen Theaterfestivals Wuppertal, das vom 22. bis 28. Mai im Haus der Jugend Barmen stattfindet, über den Fortgang ihrer Proben, peinliche Pannen und die Herausforderung, Theater zu spielen. Text: Marida Okota.

Im Moment laufen die Proben ganz gut. Aber vor ein paar Wochen hat es noch ganz anders ausgesehen. Manche aus der Theater-AG hatten die Texte noch nicht parat, die Tanzszenen saßen immer noch nicht, schauspielern musste bei den meisten erst gelernt werden und nicht zu vergessen die Kostüme, die waren auch noch nicht fertig. Und plötzlich, wo wir alle eingesehen haben, dass uns die Zeit vergeht und wir keine Zeit für Kinderkram haben,  ging uns alle ein kleines Licht auf. Plötzlich wurde gearbeitet. Mit der Hoffnung, dass wir mit Disziplin, künstlerische Begabungen und voller Aufmerksamkeit es richtig gut schaffen werden. Wir Schüler haben erkannt, dass es viel Arbeit benötigt, um einen Theaterstück auf die Beine zu stellen. Es ist wirklich anspruchsvoll, eine Rolle zu spielen, die man von der Persönlichkeit eigentlich gar nicht ist. Darum muss man sich mit seinen eigenen Stärken versuchen, in die Rolle hinein zu versetzten, aber der bevorzugte Lösungsweg ist nach wie vor, dass man die Rolle fühlt, lebt und liebt. Das sind die wichtigsten Voraussetzungen, die eine Person meiner Meinung nach benötigt. Aber am besten ist es immer noch, wenn man das gewisse Etwas oder Talent hat. Weil uns aber das Theater so viel Spaß macht und wir voll dabei sind, läuft es in Moment wie geschmiert.

Harte Arbeit für die Kostüme
Vor allem sind wir von den Kostümen begeistert, da sie sehr viel Farbe ins Stück bringen. Sie sind auch sehr besonders, weil sie selbst gemacht sind. Unsere Textilgrube hat sehr hart daran gearbeitet und sogar mehr Tage, als sie eigentlich müssten. Durch ihre Hilfe wird das Stück erst so richtig lebendig und fantasievoll. Durch die Kostüme werden der Charakter und die Persönlichkeit der einzelnen Figuren gut dargestellt. Zumal die Kostüme das Einzige sind, das eine Person auch vom Aussehen her verändert.

Musik reißt die Zuschauer mit
Außerdem gibt es noch die Musik, die das Stück für die Zuschauer viel unterhaltsamer und mitreißender machen soll. Und dafür ist die Musikgruppe von Schülern aus der Schule der Hauptschule-Elberfeld-Mitte verantwortlich. Auch sie haben ein großes Stück Arbeit vor sich. Es ist nicht leicht an der richtigen Stelle die passende Musik dafür zu finden, um dem Stück den richtigen Kick zu geben. Leider sind wir noch nicht weit mit den Tanzszenen. Uns muss auf dem schnellsten Wege eine Choreografie ein fallen, und dann können wir auf die Bühne beweisen, dass wir es richtig drauf haben. Das Schlimmste, was uns noch passieren kann ist, dass uns ein Schauspieler kurz vor der Aufführung krank wird, weil wir keinen Ersatz haben, kann keiner die Rolle vertreten.

Alle Aufführungstermine und weiter Informationen über das Junge Theaterfestival Wuppertal finden Sie auf: www.jungestheaterfestival-wtal.de

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