05.02.2011

Nordbahntrasse Wuppertalbewegung

Nordbahntrasse: der Teufel steckt in den Details

Die Wuppertalbewegung bemüht sich erkennbar um einen moderaten Umgangston mit der Stadtverwaltung. Unterschiedliche Auffassungen existieren aber weiterhin in vielen Punkten, wie z.B. bei Ausschreibungsmodalitäten, der Notwendigkeit von Ortsbesichtigungen und bei der Barrierefreiheit. Lesen Sie die Mitteilung der Wuppertalbewegung in Auszügen.

"Nordbahntrasse ohne weißen Mittelstreifen kaum förderfähig""Nordbahntrasse ohne weißen Mittelstreifen kaum förderfähig"

Ausschreibungen von Material für den 2. Arbeitsmarkt und andere Selbsthilfeleistungen:

Das Planungsbüro CDM setzt sich schon intensiv mit der Planung der für den zweiten Arbeitsmarkt/die Selbsthilfe zu beschaffenden Materialien auseinander, da diese europaweit ausgeschrieben werden sollen. Wir als Wuppertalbewegung e.V. begrüßen dies und fänden gut, wenn sich die Ausschreibung zunächst auf die Materialien beschränken würde, von denen in jedem Fall klar ist, dass sie benötigt werden. Das ist alles, was mit Wegebau im weiteren Sinne zu tun hat. Ob jetzt schon tausende Tonnen Beton für Brücken ausgeschrieben werden sollten, die evtl. auch ohne Betonplatten saniert werden können, würden wir gerne noch einmal hinterfragen. Hier haben wir vorgeschlagen, Sanierungskonzepte wie sie bei Viadukten von Radwegen in Wuppertals Nachbarschaft Anwendung finden, zu betrachten.

Diskussion über Möglichkeiten einer effizienten Bauabwicklung im Lenkungskreis:

Weiterhin wurde im Lenkungskreis mit der Stadtspitze intensiv diskutiert, ob es vielleicht für eine effiziente Bauabwicklung sinnvoll sein könnte, sich zunächst bei einem Ortstermin im Kreise aller Beteiligten (Stadt, Planer, Wuppertalbewegung e.V.) darauf zu einigen, wie die Trasse und Zuwege in der Örtlichkeit aussehen könnten.

Die Wuppertalbewegung e.V. vertritt an dieser Stelle eher die laienhafte Auffassung, dass eine gemeinsame Besprechung des zu Bauenden vor Ort die spätere Planung erleichtern kann. So wie etwa mancher Privatmann beim Hausumbau zunächst dem Architekten/Planer vor Ort erklärt, wie er Räume, Zugänge, Durchbrüche etc. gestaltet haben möchte, bevor der Architekt/Planer sich an eine detaillierte und aufwändige Detailplanung macht.

Die Vertreter der Stadt halten es hingegen für effizienter, zunächst durch die Planer eine detaillierte Ausführungsplanung erstellen zu lassen und im Nachgang – wenn die Wuppertalbewegung e.V. nach Studium aller Pläne noch Fragen hat, ggfs. einen Ortstermin zu machen. Wir haben im Laufe des Tages noch lange darüber nachgedacht, es aber immer noch nicht ganz verstanden. Aber dem wurde noch das Argument hinzugefügt, dass es im Übrigen der Wunsch der Planer sei, erst einmal ohne gemeinsamen Ortstermin zu planen. Nachfrage bei selbigen ergab allerdings, dass ihnen auch eine Besprechung vor Ort Recht sei, aber die Stadt das wünschen müsse. Da biss sich dann die sprichwörtliche Katze in den Schwanz.

Weißer Strich auf der Trasse:

Weiterhin wurde im Lenkungskreis auf Wunsch der Wuppertalbewegung e.V. intensiv die Notwendigkeit eines weißen Mittelstreifens zwischen dem asphaltierten Teil des Weges und dem Pflaster diskutiert.

Ohne einen solchen Strich ist der Weg offensichtlich nicht förderfähig und rund 800.000 € können nicht an die Wuppertalbewegung e.V. zurückgezahlt werden – Eigenmittel, die für den Außenbereich dringend gebraucht werden.

Dieser weiße Streifen dient der „Barriere-Freiheit“ des Weges, d.h. er macht ihn auch für Mitmenschen mit Sehbehinderung nutzbar. Die benötigen zur Unterscheidung der dunklen Asphaltschicht vom hellen Pflaster einen derartigen weißen Strich. Eine Alternative wäre nur, den Fußweg höher zu bauen und damit – wie an anderen Stellen im Stadtgebiet – zwischen Bürgersteig und Straße einen Bordstein zu haben. Der könnte auch als Orientierungshilfe dienen. Er wäre aber vermutlich aus anderen Gründen auf der Trasse hinderlich.

In der genehmigten Planung der Stadt ist dieser weiße Strich bzw. ein weißer Mittelstein auch schon verortet. Unglücklicherweise ist er erst Monate nachdem die Planungen erstellt wurden bzw. die Trasse gebaut wurde, eingezeichnet worden. Beim Teststück in Wichlinghausen hatten wir vor 3 Jahren einen weißen Mittelstein gesetzt, aber das Gefühl gehabt, dass er kaum zur Geltung kommt.

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Quelle: Wuppertalbewegung

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