Leben & Leute
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Dokumentarfilmpremiere: “Ich bin kein Opfer” mehr am 17.10. um 19:00 Uhr

12.10.2017 17:17

Am 17.10.2017 um 19:00 Uhr im Rex-Filmtheater Wuppertal (Kipdorf 29): Premiere des Dokumentarfilms »Ich bin kein Opfer mehr« mit Überlebenden sexualisierter Gewalt
Eintritt 5,- €.

© Medienprojekt Wuppertal e.V.

Im Anschluss an die Film­aufführung gibt es eine Publikums­­diskussion. Kartenreservierungen beim Medienprojekt Wuppertal über www.medienprojekt-wuppertal.de
Vorbestellte Karten müssen bis 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung im Foyer des Kinos abgeholt werden.
Der Film wird ab der Premiere deutschlandweit als Bildungs- und Aufklärungsmittel auf DVD und als Video on Demand per Streaming oder Download vertrieben. Bestellung über www.medienprojekt-wuppertal.de.

In dem Film erzählen drei Frauen, wie sie trotz langjähriger sexualisierter Gewalterfahrungen ihren Weg ins Leben gefunden haben. Alle drei wurden in ihrer Kindheit und Jugend von Tätern aus dem engsten Familienkreis über viele Jahre hinweg massiv missbraucht.

Trotz ihrer Erfahrungen lebt Sabine seit Jahrzehnten in einer stabilen Ehe. In den letzten Jahren litt sie immer wieder unter schweren Depressionen, die sie vorübergehend arbeitsunfähig machten. Erst seit kurzem weiß sie, dass diese und auch andere Symptome Hinweise auf eine Posttraumatische Belastungsstörung sind und die Ursachen in ihrer Kindheit liegen. Insbesondere den konstant hohen Alkoholkonsum, starke Verlustängste und Störungen im Sexualleben versteht sie nun als langjährige Folgen der massiven sexualisierten Gewalt. Inzwischen ist sie in Therapie und findet Schritt für Schritt in ihr Leben zurück.

Marion hat ihre ersten Lebensjahre in Kinderheimen verbracht. Erst als ihre junge Mutter einen Lebenspartner findet, endet diese Tortur. Doch der neue Partner beginnt sofort mit sexuellen Grenzverletzungen, in der Jugendzeit kommen Vergewaltigungen und Prügel dazu. Die Mutter schaut tatenlos zu. Dissoziationen, hoher Alkoholkonsum und Selbstverletzungen helfen Marion, die umfassende Gewalt zu überleben. Doch auch nach dem Ende des Missbrauchs bleiben die Symptome bestehen. Jahrzehntelang ist Marions Leben geprägt von Alkoholmissbrauch, Selbstverletzung, Dissoziationen und Essstörungen. Inzwischen geht es ihr deutlich besser. Dazu beigetragen hat auch, dass sie nach langen juristischen Auseinandersetzungen finanzielle Leistungen aus dem Opferentschädigungsgesetz bekommt.

Lydia ist über viele Jahre das Opfer ihres Großvaters gewesen. Schon früh versucht sie, sich nach dem Ende der sexualisierten Gewalt helfen zu lassen. Ihr ist es möglich, trotz ihrer Erfahrungen eine lange glückliche Ehe zu führen. Doch auch Lydias Weg zur Bearbeitung des Traumas dauerte Jahrzehnte. Inzwischen hat sie sich aus der Opferrolle befreit und erzählt in beeindruckenden Bildern, wie sie die Kontrolle über ihre Gedanken und Gefühle wiedererlangt hat.

Die drei Frauen gehen diesen Weg in die Öffentlichkeit, weil sie wissen, dass es sehr viele Opfer sexualisierter Gewalt gibt. Sie machen Mut, sich dem Thema zu stellen; nicht nur zu überleben, sondern aktiv das Leben zu gestalten – und nie wieder Opfer zu sein. Ergänzt wird die DVD durch weitere Interviews mit Überlebenden sowie einer fachlichen Einordnung.

 


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