Gedenken an Reinhard Kick

– Streiter für Frieden, soziale Gerechtigkeit und mehr Demokratie - Viele von uns Älteren im Wuppertaler Friedensforum und darüber hinaus haben Reinhard in guter Erinnerung. Er starb am 16. Aug. 2023 mit 69 Jahren.

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Reinhard war schon in den frühen 1970-er Jahren in der Gewerkschaftsjugend der Gewerkschaft HBV (Handel, Banken und Versicherungen) aktiv. Die beklemmende gesellschaftliche Atmosphäre dieser Zeit, die nach den 68-er Studentenbewegung einer Aufbruchstimmung wich, ist heute kaum mehr vorstellbar.

Besondere Anliegen waren Reinhard Frieden und Abrüstung. Die geplante Stationierung von atomaren Mittelstreckenraketen und Marschflugkörpern auf deutschem Boden wurde von vielen Menschen in Ost und West vehement abgelehnt. Der kalte Krieg zwischen „Ost“ und „West“ sollte nicht weiter eskalieren.

Diese Auseinandersetzung war die Geburtsstunde der „Neuen“ Friedensbewegung. In ihr sammelten sich unter anderem die Anhänger der früheren Ostermarsch-Bewegung, der neu gegründeten Partei der „Die Grünen“ und der vielen Alternativbewegungen, die aus der 68er-Generation hervorgegangen waren. Sie alle lehnten den Rüstungswettlauf und die Umsetzung des NATO-Doppelbeschlusses entschieden ab. Bundesweit beteiligten sich mehrere Hunderttausende Menschen an den Großkundgebungen im Bonner Hofgarten, an städteübergreifenden Menschenketten und an friedlichen Protestaktionen an den geplanten Raketenstützpunkten.

In Wuppertal entstand das Wuppertaler Friedensforum, dessen Mitbegründer Reinhard Kick war. Er organisierte mit anderen die Teilnahme von Wuppertalerinnen und Wuppertalern an den Protesten. Eine Reihe von den damals aktiven jungen Menschen sind auch heute wieder im Wuppertaler Friedensforum aktiv.

Reinhard wurde am Donnerstag den 24. Aug. 2023 auf dem katholischen Friedhof Hochstrasse beerdigt. In den letzten Jahren konnte er wegen seiner Krankheit nicht aktiv an den Aktionen der Wuppertaler Friedensbewegung teilnehmen. Der katholisch Pastor erwähnte in seiner Abschiedspredigt Reinhards Willen zur Nähe der Friedensbewegung und dass es eine Notwendigkeit sei, diese zu unterstützen.

Wir haben einen Friedensaktivisten verloren und einen Menschen, der für andere da war. In solidarischem Gedenken an Reinhard wollen wir dazu beitragen, dass seine Friedenswünsche in Erfüllung gehen.


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