10.02.2026Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Grüne begrüßen erste Schritte zur Verbesserung der Situation im Wupperpark Ost
Die Grünen im Rat der Stadt Wuppertal begrüßen die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Situation im Wupperpark Ost. Angesichts zunehmender Konflikte und einer veränderten Drogenszene setzt der „Runde Tisch Wupperpark Ost“ auf eine Strategie der kleinen Schritte, die nach Ansicht der Grünen Ratsfraktion in die richtige Richtung weist. Der Wupperpark Ost ist seit längerem in den Fokus der öffentlichen Diskussion gerückt. Bürger:innen äußern vermehrt Sorgen über die Entwicklung des Areals, das zunehmend als Angstraum wahrgenommen wird.
Hintergrund sind steigende Zahlen von Gewaltdelikten und eine Zunahme des Crack-Konsums, der die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft. Der „Runde Tisch Wupperpark Ost“, an dem Vertreterinnen und Vertreter von Suchthilfe, Gastronomie, Sozialamt, Polizei, Ordnungsamt und der WSW teilnehmen, hat in den vergangenen Monaten nicht nur die Probleme analysiert, sondern auch konkrete Lösungsansätze erarbeitet. Zu den nun geplanten Maßnahmen gehören die Ausweitung der Öffnungszeiten des Café Cosa, ein verstärkter Einsatz von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern vor Ort sowie die Verbesserung der sanitären Einrichtungen.
„Mit diesen Schritten sind die Verantwortlichen auf einem guten Weg“, erklärt Marcel Gabriel-Simon, sozialpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion. „Eine nachhaltige Verbesserung der Situation erfordert Geduld und eine Strategie der kleinen Schritte. Gleichzeitig betonen wir, dass der Wupperpark Ost kein rechtsfreier Raum ist. Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt sind notwendig, müssen jedoch mit Maß und Mitte erfolgen. Repressionen gegen marginalisierte Gruppen lehnen wir entschieden ab.“
„Es wird an einer Neukonzeptionierung für den Wupperpark Ost gearbeitet, hierbei sollte insbesondere gelten, die Situation von Frauen deutlich stärker als bisher in den Blick zu nehmen. Frauen, die sich im Wupperpark Ost aufhalten, ebenso wie Kundinnen des Café Cosa sowie Besucherinnen des Open Grounds und des Café 23, müssen sich sicher fühlen können. Ihre Perspektive wird bislang nicht ausreichend berücksichtigt und muss mit einem geschulten, fachlich fundierten Blick verbindlich einfließen. Dazu gehört auch, infrastrukturelle Lösungen sensibel und inklusiv zu gestalten. So sollten die neuen Dixi-Toiletten um eine barrierefreie Toilette ergänzt werden. Sicherheit, Sauberkeit und Zugänglichkeit sind zentrale Faktoren für das subjektive Sicherheitsempfinden. Nur so kann gewährleistet werden, dass Schutz, Aufenthaltsqualität und Teilhabe für alle gleichermaßen verbessert werden“, so Janina Smits, gleichstellungspolitische Sprecherin.
Die Grüne Ratsfraktion betont, dass eine Verdrängung der offenen Drogenszene keine Lösung darstellt. Stattdessen müsse der Fokus auf einer Kombination aus sozialer Arbeit, präventiven Maßnahmen und einer konsequenten, aber verhältnismäßigen Kontrolle liegen.
Weiter mit:

Kommentare
Neuen Kommentar verfassen