BSW: „Wuppertal braucht finanzpolitische Stabilität“

Der überraschende Wechsel des Wuppertaler Stadtkämmerers Thorsten Bunte nach Dortmund wirft Fragen auf. Gerade in einer Phase schwieriger Haushaltsberatungen braucht die Stadt Stabilität in der Finanzverwaltung. Die Ratsgruppe BSW Wuppertal ordnet die Situation ein.

Der angekündigte Wechsel des Wuppertaler Stadtkämmerers Thorsten Bunte nach Dortmund kommt überraschend und wirft Fragen auf. Beigeordnete werden in Nordrhein-Westfalen in der Regel für acht Jahre gewählt, um gerade in zentralen Bereichen wie der kommunalen Finanzpolitik Kontinuität und Planungssicherheit zu gewährleisten.

Bunte war lediglich 3 Jahre und 5 Monate im Amt und damit zuletzt bereits der Dienstälteste Beigeordnete der Stadt Wuppertal. In der politischen Diskussion wurde er zudem bereits als möglicher Nachfolger von Stadtdirektor Matthias Nocke gehandelt, der unlängst abgewählt wurde.

Die Ratsgruppe BSW Wuppertal erklärt dazu:

Dass das private Umfeld und Dortmund als Heimatstadt für Herrn Bunte eine Rolle spielen können, ist nachvollziehbar. Auch eine größere Stadt kann eine neue berufliche Herausforderung darstellen. Dennoch kommt dieser Wechsel zu einem Zeitpunkt, der für Wuppertal finanziell  wegen der katastrophalen Haushaltslage besonders sensibel ist.

Die Stadt steht vor großen finanzpolitischen Herausforderungen – steigende Haushaltsdefizite, hohe Investitionsbedarfe bei Schulen und Infrastruktur sowie langfristige Großprojekte. Zudem hat der Personalrat der Stadt deutliche Kritik am Haushaltssicherungskonzept geäußert.

„Gerade in dieser Phase braucht Wuppertal finanzpolitische Stabilität Verlässlichkeit und Erfahrung   in der Verwaltungsspitze “, erklärt die Ratsgruppe BSW Wuppertal.

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