Generalsanierung Deutsche Bahn: Strecke zwischen Hagen und Köln fünf Monate gesperrt
Infos in Kürze
5 Monate Bauzeit mit Vollsperrung der Strecke
- Modernisierung von zwölf Bahnhöfen
- Neubau von knapp vier Kilometern Schallschutz
- Modernisierung von 28 Weichen
- Sanierung von rund 81 Kilometer Gleis
- Erneuerung der Oberleitung auf 29 Kilometern
Alles zur Generalsanierung Hagen-Wuppertal-Köln
Stadt begrüßt Maßnahme, sieht aber auch Unannehmlichkeiten
Grundsätzlich begrüßt die Stadt die Maßnahmen, die auch den Bahnhöfen in Wuppertal zugute kommen sollen. „Mit der Sanierung werden die wichtigen Strecken in Richtung Köln und Hagen für die Zukunft fit gemacht“, sagt Oberbürgermeisterin Miriam Scherff. „Das wird nach der Fertigstellung für alle Bahn-Nutzenden Vorteile bringen. Ehrlicherweise müssen wir aber auch sagen, dass mit der Generalsanierung auf uns in Wuppertal viele Unannehmlichkeiten zukommen. Für Pendler und Reisende bedeutet die lange Sperrung, dass ihre Wege sich zeitlich deutlich verlängern. Der Schienenersatzverkehr verbindet die wegfallenden Haltestellen, kann aber die schnellen Verbindungen der Bahn vom Zeitaufwand her nicht ersetzen. Dennoch sind die Arbeiten dringend notwendig, um den Bahnverkehr zuverlässiger zu machen und unsere Bahnhöfe zu modernisieren.“
Schienenersatzverkehr
In der Zeit der Sperrung bietet die Bahn Schienenersatzverkehr (SEV) an. Die Bushaltestellen für den Ersatzverkehr befinden sich entweder an den Bahnhöfen oder, um die Fahrzeiten der Busse so gering wie möglich zu halten, zentral in der Stadt. Sie sind deutlich gekennzeichnet. So führen Hinweisschilder zur jeweiligen Ersatzhaltestelle. Außerdem befinden sich in den Aushangvitrinen am Bahnsteig Umgebungspläne mit eingezeichneten Fußwegen zwischen Bahnhof und Ersatzhaltestelle.
„Für den Schienenersatzverkehr richtet die Stadt elf Haltestellen ein. Außerdem sind Pausenplätze für die Fahrerinnen und Fahrer der Ersatzbusse vorgesehen“, berichtet Verkehrsdezernent Gunnar Ohrndorf. „Die Einrichtung dieser Haltestellen ist so vorgesehen, dass die Bahn-Nutzenden eine gute Anbindung haben und die neuen Abfahrpunkte gut zu finden sind. Gleichzeitig soll natürlich sichergestellt sein, dass der Verkehrsfluss in der Stadt weiter gewährleistet ist. Dabei ist den Interessen von ÖPNV-Nutzern, dem Individualverkehr, den Radfahrern und den Fußgängern Rechnung zu tragen – was bei unserer topographischen Lage eine echte Herausforderung ist.“
Haltestellen für den Schienenersatzverkehr:
- Hahnenfurth-Düssel: Busbahnhof Hahnenfurth Düssel
- Vohwinkel: Haltestellen in der Bahnstraße vor dem Bahnhof
- Sonnborn: Sonnborner Ufer
- Zoologischer Garten: Siegfriedstraße (beide Richtungen)
- Steinbeck: Haltestelle Weidenplatz (Viehhofstraße)
- Hauptbahnhof: Haltestellen Historische Stadthalle in der Bahnhofstraße
- Unterbarmen: Haltestelle Völklinger Straße
- Barmen: Barmen Bahnhof
- Oberbarmen: Extra eingerichtete Haltestellen an der B 7
- Ronsdorf: Haltestelle Nibelungenstraße
- Langerfeld: Haltestelle Langerfeld Markt
Schienenersatzverkehr der Deutschen Bahn
Bahnverkehr soll zuverlässiger werden
Mit der Generalsanierung will die Bahn aus den hochbelasteten und störanfälligen Strecken ein robustes und leistungsfähiges Rückgrat ihres Eisenbahnsystems machen. Ziel ist, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen. Damit soll der Bahnverkehr pünktlicher und zuverlässiger werden.
Die Generalsanierung des Hochleistungsnetzes ist ein bundesweites Programm der Deutschen Bahn. Besonders beanspruchte Schienenabschnitte, sogenannte Korridore, werden mithilfe gebündelter Ressourcen innerhalb von fünf Monaten generalsaniert. Danach sind für mehrere Jahre keine größeren Baumaßnahmen mehr erforderlich, verspricht die Bahn.
Alle Städte entlang der Strecke betroffen
Der Streckenabschnitt Hagen–Köln ist eine der wichtigsten Fern- und Nahverkehrsachsen in Nordrhein-Westfalen. Hier verkehren ICE und Regionalzüge in einem dichten Takt. Bei der Generalsanierung bündelt die Bahn zahlreiche, zum Teil schon lange geplante Arbeiten. Erneuert werden unter anderem Gleise, Weichen und Oberleitungen.
Außerdem werden viele Bahnhöfe modernisiert und aufgewertet und an einigen Stationen die Barrierefreiheit verbessert. Während der Bauarbeiten soll der S-Bahn-Verkehr über längere Zeiträume aufrechterhalten werden.
In Wuppertal werden Bahnhöfe modernisiert
In Wuppertal sind der Hauptbahnhof sowie die Stationen in Vohwinkel, Barmen und Oberbarmen betroffen. Hier soll in der Sperrzeit eine umfassende Modernisierung stattfinden. Neue und moderne Aufzüge werden zusätzlich eingebaut oder ersetzen alte Modelle. Etliche Bahnsteige werden erneuert und für einen barrierefreien Einstieg in die Züge gestaltet. Modernisierte Bahnsteigdächer sollen künftig mehr Komfort beim Warten auf die Züge bieten, so die Bahn.
Einen ersten Vorgeschmack auf die Sperrung gab es über den Jahreswechsel: Vom 26. Dezember 2025 bis 2. Januar 2026 wurden Vorarbeiten erledigt. Aufgrund der gesperrten Strecke war bereits in dieser Zeit ein Schienenersatzverkehr im Einsatz.
Info-Veranstaltungen im Januar
Zur Information von Reisenden und Pendlern bietet die Bahn online Info-Termine an:
19. Januar: Informationen zum Streckenabschnitt Köln bis Haan
21. Januar: Informationen zum Streckenabschnitt Wuppertal bis Hagen
22. Januar: Kompakter Überblick über den gesamten Streckenverlauf
Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18 Uhr und bieten Zeit für Fragen.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Quelle: Stadt Wuppertal
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