20.03.2026evangelisch wuppertal
Für Frieden und Zusammenhalt
Mit dem Zuckerfest endet heute (20.03.) der Fastenmonat Ramadan. Die beiden Superintendenten Katharina Pött und Jochen Denker danken den Muslimen in Wuppertal für ihre Einladungen zum gemeinsamen Fastenbrechen. Davon gehe ein Zeichen des Friedens und Zusammenhalts aus.

Mit dem Zuckerfest endet heute (20.03.) der islamische Fastenmonat Ramadan. Die beiden Superintendenten Katharina Pött und Jochen Denker danken den Muslimen in Wuppertal für ihre Einladungen zum gemeinsamen Fastenbrechen. Davon gehe ein Zeichen des Friedens und Zusammenhalts aus.
Selten stand die Fastenzeit so stark unter dem Wunsch nach Frieden wie in diesem Jahr. Für die Muslime endet der islamische Fastenmonat mit dem mehrtätigen Fest des Fastenbrechens, das am Abend des 20. März beginnt. Die christliche Passionszeit schließt mit dem Osterfest (03.-06.04.) ab.
Überschattet wurde die Fastenzeit der Muslime und Christen, die in diesem Jahr für einige Wochen zusammenfiel, von vielen weltweiten kriegerischen Auseinandersetzungen, insbesondere vom Krieg im Iran. „Umso wichtiger ist es, dass wir uns hier in unserer Stadt nicht von der Spirale von Hass und Gewalt einnehmen lassen, die sich weiter und schneller zu drehen scheint“, schreiben die Superintendenten Katharina Pött und Jochen Denker in ihrem Brief an die Wuppertaler Moscheegemeinden zum Ende des Ramadans (weiter unten zum Download).
Fastenbrechen: Mehr als ein Abendessen
Es gehe jetzt besonders darum, das Gemeinsame zu suchen statt Vorurteile zu pflegen, festgefahrene Bilder voneinander zu etablieren und Mauern zu bauen. Die beiden Theologen danken für die Einladungen zum Fastenbrechen in den vergangenen Wochen, die Gelegenheit zu gegenseitigen Besuchen, Austausch und Gebet gegeben hätten. Diese Begegnungen seien mehr als nur ein Abendessen gewesen, heißt in dem Brief.

Katharina Pött und Jochen Denker haben einen Brief an die Wuppertaler Moscheegemeinden geschrieben.
„Es sind kleine Zeichen des Friedens: Menschen, die an einem Tisch sitzen, essen und trinken, erzählen und zuhören, sich respektieren und kennenlernen und über alle Unterschiede hinweg das Gemeinsame suchen.“ Was alle verbinde, sei die Sehnsucht nach einem gelingenden Miteinander in Wuppertal und darüber hinaus. „Wenn unser Glaube zu Hass und Gewalt missbraucht werden soll, setzen wir uns zusammen und stehen gemeinsam auf für ein friedvolles Miteinander der Religionen und Menschen in Wuppertal.“
Feiern, Beten und Süßigkeiten essen
Das Fest des Fastenbrechens, arabisch Eid al-Fitr, heißt in der Türkei auch Zuckerfest, weil die Kinder Süßigkeiten geschenkt bekommen. Streng genommen fällt das Fest des Fastenbrechens auf die ersten drei Tage des neuen Monats.
Mit Sichtung der neuen Mondsichel im zehnten Monat des islamischen Kalenders (Schawwal) beginnt das Fest, je nach Region kann sich das zeitlich unterscheiden. Die Feiertage starten in aller Regel mit einem gemeinsamen Gebet in einer Moschee. Viele Muslime nutzen die Zeit auch, um auf einem Friedhof der Verstorbenen zu gedenken.
Es folgen Besuche bei Verwandten und Freunden, den Höhepunkt bildet ein festliches Essen. Kinder und Jugendliche bekommen Geschenke und an Bedürftige soll gespendet werden, da es Pflicht im Islam ist, den Armen etwas abzugeben.
Text: Sabine Damaschke
Foto: Canva
Weiter mit:
Kommentare
Neuen Kommentar verfassen