Das historische Tischplanetarium von 1828

Beim Offenen Abend in der Johanneskirche in Wuppertal berichtet Michael Winkhaus am Donnerstag, 12. März, über die Geschichte, astronomische Entschlüsselung und die geplante Heimkehr des Exponats nach Wuppertal

„Gewiss gibt es keine Wissenschaft, welche dem Geist eine würdigere Beschäftigung gewähren und ihn zugleich mit einem tieferen Gefühl für die Macht und Weisheit des Schöpfers erfüllen könnte, als die Sternkunde oder Astronomie.“ Mit diesen Worten leitet der Elberfelder Schreiner Heinrich Aeuer seine Schrift zu dem von ihm 1828 fertig gestellten Tischplanetarium ein, das er 1833 an das neugegründete Realgymnasium Elberfeld verkaufte. 1907 wurde es auf Wunsch von Carl Duisberg zum Deutschen Museum nach München verliehen, wo es bis 1992 in der laufenden Ausstellung historischer Planetarien zu bewundern war. Seitdem befindet es sich in den Katakomben des Museums. Die Astro-AG der Nachfolgeschule, des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums, entdeckte es wieder. Im Vortrag beim Offenen Abend in der Johanneskirche, Altenberger Str. 25/Am Friedenshain, geht es um 19.30 Uhr um die Dokumentation über Geschichte, Technik und Zustand dieses technisch und optisch einzigartigenTischplanetariums samt Erklärung aller astronomischen Funktionen sowie der geplanten Rückholaktion.

Referent ist Michael Winkhaus. Er ist Physik- und Astronomielehrer am Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal und leitet dort das Schülerlabor Astronomie mit Schülersternwarte und Planetarium. Winkhaus ist mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden, darunter waren auch Projekte mit seinen Schülern, zum Beispiel „Jugend forscht“ oder der Röntgen-Physikpreis.

Der Eintritt ist frei.

Das Elberfelder Tischplanetarium vom 1828Das Elberfelder Tischplanetarium von 1828. Foto: Michael Winkhaus

 

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