GEMEINSAM PENDELN IM BERGISCHEN STÄDTEDREIECK

Mitfahrplattform bergisch.move stärkt die Mobilitätswende im Bergischen Städtedreieck – und bietet Pendler:innen zusätzliche Optionen

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Mit dem Start der Mitfahrplattform bergisch.move am 9. März 2026 erhält das Bergische Städtedreieck ein neues, alltagstaugliches Mobilitätsangebot, das Pendler:innenentlastet und die regionale Mobilitätswende voranbringt. Das Angebot wurde durch die Neue Effizienz gemeinnützige GmbH unabhängig von der aktuellen Bahnstreckensperrung entwickelt – gewinnt jedoch durch die jüngsten Erfahrungen im Schienenersatzverkehr (SEV) zusätzlich an Relevanz. 

 

Launch: Ein neuer Baustein für die Mobilität im Bergischen Städtedreieck 

Mit dem heutigen Launch steht bergisch.move allen Nutzer:innen im Bergischen Städtedreieck zur Verfügung. Die Plattform ermöglicht es Pendler:innen, Fahrten flexibel zu teilen, Kosten zu reduzieren und alltägliche Wege effizienter zu gestalten. Der Start markiert einen wichtigen Meilenstein im regionalen Transformationsprozess: Erstmals wird ein digital gestütztes Mitfahrangebot bereitgestellt, das speziell auf die Bedürfnisse der Region zugeschnitten ist. In den kommenden Monaten wird die Plattform sukzessive erweitert, um weitere Funktionen, Partnerunternehmen und Anwendungsfälle einzubinden. 

 

Aktuelle Lage: SEV im letzten Monat stark belastet 

Der SEV im vergangenen Monat hat deutlich gezeigt, wie schnell bestehende Mobilitätsstrukturen an ihre Grenzen geraten können. Überfüllte Busse, unzuverlässige Verbindungen und verlängerte Reisezeiten haben viele Pendler:innen vor Herausforderungen gestellt. Die ADAC-Staubilanz 2025 unterstreicht zusätzlich, dass die Straßen in NRW ohnehin stark ausgelastet sind. 

Mit Blick auf die nächste Vollsperrung der Bahnstrecke ab dem 20.03.2026 wird klar, dass ergänzende Mobilitätsangebote dringend gebraucht werden. bergisch.move ist dabei kein Ersatz für den ÖPNV, sondern ein zusätzlicher Baustein, der die Region widerstandsfähiger macht. 

 

Technologiepartner Karos: Eine App, die auf regionale Bedürfnisse zugeschnitten wird 

bergisch.move basiert auf der Technologie von Karos Mobility, einem europaweit führenden Anbieter für Mitfahrnetzwerke im Pendelalltag und wird für das Bergische Städtedreieck von der regionalen Einrichtung Neue Effizienz bereitgestellt und weiterentwickelt. bergisch.move bietet unter anderem folgende Funktionen: Individuell angepasste Unternehmensseite für teilnehmende Arbeitgeber (eigenes Logo, etc.), system gestütztes Matching von Pendelrouten, spezifische Zustiegspunkte der Nutzer:Innen in Quartieren oder Gewerbegebieten sowie die Möglichkeit, Fahrer/Mitfahrer nach Kriterien auszuwählen (z.B. frauenexklusiv).

 Für das Projekt im Bergischen Städtedreieck wird die App gezielt angepasst und sukzessive weiterentwickelt. Damit entsteht ein Angebot, das sowohl technisch ausgereift als auch sozial und kulturell auf die Region zugeschnitten ist. 

bergisch.move entsteht in einem klaren Zusammenspiel zwischen Technologie und regionaler Umsetzung: Karos Mobility stellt die technische Plattform sowie das europaweit erprobte Mitfahrnetzwerk bereit, während die Neue Effizienz das Angebot in der Region verankert, koordiniert und für die lokale Mobilitätswende nutzbar macht. Als unabhängige, gemeinnützige Einrichtung begleitet die Neue Effizienz den Prozess, bindet Unternehmen, Institutionen und Pendler:Innen ein und sorgt dafür, dass bergisch.move als gemeinschaftliches Mobilitätsangebot im Bergischen Städtedreieck wächst. Die technische Bereitstellung und Weiterentwicklung liegt bei Karos, die regionale Ausgestaltung, Kommunikation und Einbettung in bestehende Mobilitätsstrukturen verantwortet die Neue Effizienz.

Projektursprung: Von der Mobilitätsinitiative zur geförderten Umsetzung 

Die Mitfahrplattform ist Teil eines größeren Transformationsprozesses. Aufbauend auf einer Mobilitätswende-Initiative aus der Zivilgesellschaft hat die Neue Effizienz 2025 eine Kurzstudie durchgeführt, um insbesondere die Perspektive der Unternehmen einzubeziehen. In Gesprächen mit den größten Wuppertaler Arbeitgebern wurden Bedarfe, Hemmnisse und Potenziale identifiziert.  

Auf dieser Grundlage entstand der Förderantrag koop-mobil, der vom Bundesministerium für Verkehr bewilligt wurde. Er ermöglicht es, theoretische Überlegungen nun in der Praxis zu testen – bergisch.move ist einer der zentralen Bausteine dieses Gesamtprojekts für kooperative Mobilitätsangebote. 

 

Regionale Partner: Unterstützung aus Wirtschaft, Verkehr und Institutionen 

bergisch.move wird von einem breiten Netzwerk regionaler Akteure unterstützt – Institutionen, die den Prozess begleiten sind insbesondere die kommunalen Verkehrsbetriebe der drei Stadtwerke aus Wuppertal, Solingen und Remscheid, die Wirtschaftsförderungen der drei Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid, die Bergische Industrie- und Handelskammer und viele Arbeitgeber der Region.

Die Neue Effizienz übernimmt die operative Umsetzung und bringt ihre langjährige Erfahrung in nachhaltigen Transformationsprojekten ein. Sie hat bereits zahlreiche Mobilitäts-, Energie- und Stadtentwicklungsprojekte erfolgreich umgesetzt und Fördermittel von Land, Bund und EU eingeworben. 

 

Beitrag zur Mobilitätswende: Weniger Motorisierter Individualverkehr (MIV), mehr Optionen 

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist klar: weniger motorisierter Individualverkehr und mehr Mobilitätsmöglichkeiten ohne eigenes Auto. Dazu gehören Bus, Bahn, Fahrrad, Carsharing, Fußwege – und nun auch Mitfahrmöglichkeiten. 

bergisch.move als Teil des Projektes koop-mobil trägt dazu bei: Straßen zu entlasten – nicht nur, aber auch besonders während der nächsten Bahnstreckenvollsperrung, Pendelkosten zu reduzieren, CO2-Emissionen zu senken, Arbeitgeberstandorte besser erreichbar zu machen und soziale Vernetzung zu stärken.

Die Plattform ergänzt bestehende Angebote und schafft eine neue, flexible Mobilitätsform zwischen klassischem ÖPNV und Individualverkehr. 


Die Neue Effizienz gemeinnützige GmbH versteht sich als Denkschmiede für nachhaltige Transformation im Bergischen Städtedreieck. Seit 2012 führt sie kooperative Projekte in den Bereichen Energiewende, Circular Economy, Mobilitätswende und Stadtentwicklung sowie Kompetenzentwicklung durch. Praxisorientiert und Wissenschaftsbasiert unterstützt sie Unternehmen und Kommunen bei nachhaltigen Lösungen und stärkt regionale Wertschöpfung sowie Widerstandsfähigkeit.  

Gesellschafter der Neue Effizienz sind die Stadtwerke und Wirtschaftsförderungen aus Wuppertal, Solingen, Remscheid, die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderung sowie die Bergische Universität Wuppertal. Seit Gründung konnte sie Fördergelder von weit über 50 Mio. Euro insbesondere für Umsetzungsprojekte in der Bergischen Region einwerben. Die Neue Effizienz ist An-Institut der Bergischen Universität Wuppertal.  


Die Mitfahrplattform bergisch.move entsteht im Rahmen des Projektes koop-mobil. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr im Rahmen des Förderprogramms Betriebliches Mobilitätmanagement, Schwerpunkt Innovationsförderung gefördert.  

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