„Rede gegen den Krieg“

Das war es tatsächlich, was Dr. Eugen Drewermann seinen ca. 300 Zuhörerinnen und Zuhörern am 10. November in der Unterbarmer Hauptkirche geboten hat.

Das Wuppertaler Friedensforum hatte den bekannten Theologen eingeladen, bereits im Vorfeld hatte es starkes Interesse an der Veranstaltung gegeben. Die Rede war nun die pure Antithese zu dem, was jeden Tag von Politik und Presse dargeboten wird. In einem Rückblick verwies Drewermann auf frühere Kriege, auch den Angriffskrieg Deutschlands 1942 mit 27 Mio. Toten in der Sowjetunion. Vor diesem Hintergrund sei es unerträglich, dass die deutsche Außenministerin die gewünschte Vernichtung Russlands zum Ziel ihrer Politik erhebe.

Die lange Liste der Kriege der USA und die Doppelmoral bezüglich der Opfer und Menschenrechte wurden ebenfalls schonungslos kritisiert. Drewermann, der entlang der Bergpredigt argumentierte, legte äußersten Wert auf Versöhnung und einen baldigen Frieden, und dass nur dieser das Ende des Grauens und der Verzweiflung bedeute. „Du sollst nicht töten“.

In vielen Rückmeldungen wurde dem Referenten und auch Veranstaltern gedankt, dass sie eine so bewegende und pointierte Rede erleben durften. Sie drückten ihre Erleichterung aus, dass sie sich mit ihrer Kritik, Empörung oder auch nur Zweifeln an Krieg und Waffenlieferungen nicht mehr allein fühlen müssten. Es gab auch Kritik an einzelnen Passagen.

Vielen Dank an das Armin T. Wegner Quartett für die musikalische Untermalung und die ev. Kirchengemeinde Unterbarmen für die Einladung in ihre Räume.


Die nächste Veranstaltung des Wuppertaler Friedensforums findet mit Prof. Frank Deppe am 15. Dezember um 19 Uhr in der Alten Feuerwache Gathe 6 in Wuppertal-Elberfeld statt.
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