FDP-Fraktion zu Gast in Koblenz – BUGA-Projekte mutig vorantreiben

Die Fraktion der Freien Demokraten (FDP) im Rat der Stadt Wuppertal hat sich im Rahmen ihrer Klausurtagung in Koblenz ein eigenes Bild von einer erfolgreich realisierten BUGA gemacht.

„Nachdem die offizielle Bewerbung der Stadt Wuppertal an die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft übergeben wurde, lag es sehr nahe, sich in Koblenz umzuschauen“, so Alexander Schmidt, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Wuppertal. „Die Stadt Koblenz hat in Punkto Stadtentwicklung die BUGA 2011 sehr erfolgreich genutzt, Areale positiv zu entwickeln und mit gelungenen Infrastrukturmaßnahmen miteinander zu verbinden. Auch die Nachnutzung der Areale ist vorbildlich gelungen.“

Auch mit Blick auf die Besucherzahlen hat die BUGA in Koblenz im Jahr 2011 alle Erwartungen übertroffen.

Alexander Schmidt: „Koblenz kalkulierte mit 2 Millionen Besuchern und am Ende kamen über 3,5 Millionen. Wenn eine Stadt mit 114.000 Einwohnern fast doppelt so viele Besucher begrüßen kann, wie ursprünglich geplant, sollte Wuppertal mit einem entsprechenden Konzept und gut platzierten Highlights das auch können. Zumal die Zahlen für Wuppertal sehr konservativ gerechnet sind und hier an der Wupper zwischen Rhein und Ruhr wesentlich mehr potentielle Besucher leben als am oberen Mittelrhein.“

Begeistert waren die FDP-Fraktionsmitglieder von der Umsetzung der Seilbahn über den Rhein, die das Deutsche Eck auch heute noch mit dem Areal neben der Festung Ehrenbreitstein verbindet.

Christoph Schirmer, FDP-Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung führt aus: „Die Seilbahn hat sich in Koblenz zu einem Lieblingsprojekt entwickelt. Anfänglich war diese nach Auskunft des Vereins ‚BUGA-Freunde Koblenz‘, die uns über das BUGA-Gelände geführt haben, im Rahmen des „UNESCO Weltkulturerbe Mittelrheintal“ umstritten. Sie wurde als temporäres Projekt geplant, was 2020 einen Rückbau zur Folge gehabt hätte. Ein breites Bündnis aus Bürgerschaft, Vereinen und Politik hat sich jedoch erfolgreich dafür stark gemacht, die Seilbahn zu erhalten, denn die Seilbahn ist auch heute noch ein bleibender Publikums-magnet. Eine ähnliche Entwicklung und Identifikation wünschen wir uns für die geplanten Highlights der Wuppertaler BUGA mit Hängebrücke und Seilbahn über den Zoo. Das Beispiel in Rheinland-Pfalz zeigt, dass es sich lohnt zum Start eines herausfordernden Projektes sich mutig und visionär für etwas Neues, Positives einzusetzen. Vielleicht kann der Ansatz einer zeitlich befristeten Genehmigung und Planung der Hängebrücke auch ein Vorbild für Wuppertal sein, um einigen Bürgerinnen und Bürgern ihre Skepsis gegenüber diesem spannenden BUGA-Projekt zu nehmen. Fakt ist allerdings auch, dass eine BUGA solche Kern-Highlights benötigt, um Besucherinnen und Besucher in die Stadt zu locken.“

Angesichts der Baukostensteigerungen sollte sich nach Ansicht der FDP die Stadtspitze bei Bund und Land für eine prozentuale Kostenbeteiligung einsetzten.

„Wir fordern den Oberbürgermeister Prof. Dr. Uwe Schneidewind auf, neben dem Land und dem Bund auch die Staatsministerin für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland, Claudia Roth für das Projekt zu begeistern und so die Finanzierung zu sichern. Claudia Roth ist eine Parteifreundin unseres Oberbürgermeisters, dementsprechend kurz sollte der Draht zu ihr sein. Wuppertal muss in der Lage sein und bleiben, dieses Projekt auch finanziell zu stemmen, damit es ein Erfolg werden kann. Von einer BUGA in Form einer halbherzigen und schlecht finanzierten Blümchenwiese hat am Ende niemand etwas. Ich bin mir aber sicher, dass wir die BUGA als Stadtentwicklungs- und Infrastrukturprojekt mit entsprechenden Highlights und Besuchermagneten zu einem echten und nachhaltigen Erfolg für unsere Stadt machen und unser Wuppertal damit auch überregional noch bekannter und beliebter machen können“, so Schmidt abschließend.

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Kommentare

  1. Norbert Beutel sagt:

    Eine erfolgreiche BUGA erfordert Investitionen und damit auch viel Geld. Deshalb sollten die Stadtverordneten bei ihrer morgigen Haushaltsberatung auch auf unnötige Ausgaben achten. Bei der bisherigen Verteilung von Zuschüssen an Vereine, Organisationen und Gruppen nach dem Gießkannenprinzip, könnten hunderttausende von Euros eingespart werden, die sinnvoller in die BUGA investiert würden.

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