Paul, hier wird keine gute Wurst gemacht …

Briefe des jüdischen Metzgers und Emigranten Julius Auerbach aus den USA

Elf Briefe des einstigen Langerfelder Metzgers und gebürtigen Schwelmers sind erhalten. Aus ihnen klingt Wehmut und Sehnsucht nach der verlorenen Heimat. Mit 32 Jahren war Auerbach nur knapp den Nationalsozialisten entkommen und konnte sich dann eine neue Existenz in New York aufbauen. Etwa 70-jährig schrieb er die vorliegenden Briefe an einen alten Freund in Langerfeld. Sie sind voller Erinnerungen, süßer und bitterer zugleich. Wie viele jüdische Emigranten trug auch Auerbach den Schmerz über die entrissene Heimat lebenslang mit sich.

Als Teil des Nachlasses von Heimatforscher Ulrich Föhse gelangten die Briefe an die Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal und wurden jetzt ausgewertet. Sie sollen im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung (per Zoom) vorgestellt und in Passagen vorgelesen werden. Ergänzend wird der Schwelmer Marc Albano-Müller eigene Forschungen zur Geschichte der Familie Auerbach präsentieren und Bilder seiner Sammlung zeigen. Auf Einladung Albano-Müllers kamen Nachkommen der Familie vor zwei Jahren erstmals zu einem Besuch nach Langerfeld und Schwelm. Dazu gehörte Dr. David Auerbach, 78-jähriger Sohn des Emigranten, der zu der Veranstaltung ein Grußwort aus Amerika sprechen wird.

Termin: Dienstag, 4.5.2021, 19.00 Uhr
Zoom-Vortrag. Anmeldungen unter info@alte-synagoge-wuppertal.de
Die Einwahldaten werden am 4.5. zugeschickt.

Informationen:
T 0202-563.2843 | E info@alte-synagoge-wuppertal.de | www.alte-synagoge-wuppertal.de

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