Corona-Pandemie: Das ist Lebenshilfe mal anders

Ein multidisziplinäres Pandemieteam setzte alle notwendigen Maßnahmen der Corona-Schutzverordnungen bei der Lebenshilfe Wuppertal um.

Corona hat in den letzten Monaten den Alltag bei der Lebenshilfe Wuppertal geprägt. „Allerdings nicht nur im negativen Sinne“, berichtet Heike Junge vom Sozialen Dienst. Durch die Schließung der Werkstätten seien die Bewohner der Wohnstätten enger zusammengerückt. Au­ßerdem gab es vermehrt zusätzliche Freizeit- und Bildungsangebote. Kein Stress, kein frühes Aufstehen – das hätten viele genossen.

Fachkräfte aus dem Heilpädagogischen Arbeitsbereich und den Werkstätten der Lebenshilfe in Cronen­berg haben während des Lock­downs in den Wohnstätten bei der Pflege mitgeholfen. Für interessierte Klienten wurden in jeder Wohnstätte verschiedene Arbeitsgruppen eingerichtet und mit Unterstützung Aufträge aus den Werkstätten aus­geführt. Den Klienten, die bei ihren Eltern oder allein leben, wurden von den Fachkräften regelmäßig Arbeitsaufträge oder Bildungspakete nach Hau­se gebracht.

Ein multidisziplinäres Pandemieteam setzte alle notwendigen Maßnahmen der Corona-Schutzverordnungen um. Die Vertreter des Teams erstellten zum Beispiel Hygienepläne und Handlungsleitfäden in Bezug auf den Verdachts- und Ausbruchsfall. Zu­dem organisierten sie im Lockdown die Notbetreuungen für Klienten, deren Eltern die Rundumbetreuung nicht leisten konnten. Im Heilpädagogischen Arbeitsbereich wurde vorübergehend eine Isolierstation für mögliche Corona-Patienten eingerichtet, die glücklicherweise nicht benötigt wurde.

Corona-Schutzmaßnahmen in den Werkstätten der Lebenshilfe Wuppertal.Corona-Schutzmaßnahmen in den Werkstätten der Lebenshilfe Wuppertal. ©Foto: Lebenshilfe Wuppertal / Heike Junge

Dennoch ist die Freude groß gewesen, als am 18. Mai 2020 die Werkstätten für einen Teil der Klienten wieder geöffnet wurden. Seit dem 21. September 2020 arbeiten inzwischen wieder alle Mitarbeiter in den Werkstätten. Birgit Sprenger, Leiterin der Pflege, fand beachtlich, dass Klienten mit Schwerstbehinderung ihre erworbenen Fähigkeiten – wie etwa in der Motorik und Mobilität – weitestgehend erhalten konnten.

Mit der Öffnung der Werkstätten wurden Arbeitsplätze mit dem nötigen Abstand und Plexiglasscheiben eingerichtet. Zudem steht am Werkstatteingang Personal, das Fieber misst, neue Masken austeilt und auf das Desinfizieren der Hände achtet. Eine stündliche Durchsage erinnert an das Stoßlüften in den Räumen. Zusätzlich gibt es Kohlendioxid-Mess­geräte, die den CO2-Gehalt in den Räumen bestimmen: Liegt er zu hoch, muss gelüftet werden.

„Unser Ziel ist es, so viel Sicherheit wie möglich zu gewährleisten und trotz Corona Normalität bei der Lebenshilfe zu leben“, sagt Heike Junge.

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