08.09.2020

Neue Verkehrskonzepte – aber keine Verkehrsexperimente

Die Wuppertaler und Wuppertalerinnen verdienen ein neues Verkehrskonzept in Wuppertal. Besonders Pendler leiden unter den vielen Baustellen, Staus und Umleitungen.

Nicht zuletzt die baulichen Maßnahmen an der L419 zeigen deutlich, wie schnell der Verkehr in einzelnen Stadtteilen „zusammenbrechen“ kann und sind ein Zeichen für erhebliche Fehlkommunikation der Stadtspitze.

Die Junge Union Wuppertal hat einen 5 Punkte Plan entwickelt, der endlich Abhilfe schaffen soll, denn eine Stadt wie Wuppertal sollte nicht zum Spielball der Umwelthilfe werden dürfen und das Wohl der Mitbürger und Mitbürgerinnen aus dem Auge verlieren.

Diese 5 Kernpunkte umfasst das Konzept:

 

    1. Keine „Entweder-oder-Konzepte“! Für uns gibt es nicht das eine Verkehrsmittel. Jede Bürgerin und jeder Bürger sollte zwischen Auto, ÖPNV und Fahrrad entscheiden können, ohne dadurch Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Zukünftige Projekte müssen unter Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer ganzheitlich geplant werden.
    2. Keine Umweltspur – keine autofreie Innenstadt! Unsere Innenstadt muss für alle Bürgerinnen und Bürger attraktiv und erreichbar sein. Eine autofreie Innenstadt lehnen wir strikt ab.Düsseldorf hat eindeutig gezeigt, dass eine Umweltspur den Verkehr noch stärker als ohnehin belastet. Wir sind überzeugt, dass Staus weder der Umwelt noch der Stadt dienen und für die Betroffenen viel Ärger und Zeitverlust bedeuten. Wuppertal ist keine Stadt für Verkehrsexperimente!
    3. Intelligente Verkehrsführung – Staus reduzieren Wir setzen uns für eine verstärkte Digitalisierung des Verkehrs in Wuppertal ein. Ampeln und das Parkleitsystem müssen durch künstliche Intelligenz erneuert und verbessert werden. Das schont nicht nur die Nerven, sondern auch die Umwelt. Wir setzen uns dafür ein, dass jeder Parkscheinautomat zukünftig für bargeldlose Zahlverfahren aufgerüstet wird. Auch die gestiegenen Parkgebühren müssen in Zeiten der Krise einer erneuten Überprüfung unterzogen werden.
    4. 40-er Zonen kritisch überprüfen Die Junge Union steht der Einrichtung der 40-er Zonen kritisch gegenüber. Wir fordern eine kritische Überprüfung auf Wirksamkeit dieser Maßnahme. Wir sind überzeugt, dass durch andere Maßnahmen bessere Feinstaubwerte erzielt werden können und Dieselfahrverbote unnötig werden. Hier sollte die Stadt endlich mit Verkehrs-Wissenschaftlern und Fachleuten, auch aus der Automobilbranche zusammenarbeiten und sinnvolle Maßnahmen erarbeiten.
    5. Verkehr für, und nicht gegen, die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt Unsere Stadt muss lebenswert bleiben. Wir möchten dafür sorgen, dass Bürgerinnen und Bürger künftig in Planungen einbezogen werden und frühzeitig über Maßnahmen informiert werden. Baustellen müssen besser gekennzeichnet werden und vorab insbesondere die Anwohner informiert werden.

Um die E-Mobilität zu fördern, sollten mehr Ladesäulen in unserer Stadt zur Verfügung stehen. Es darf keine Frage des Wohnorts sein, ob Menschen sich für die E-Mobilität entscheiden können. Auch Konzepte, um den Umstieg zu erleichtern, müssen auf lokaler Ebene stattfinden.
Der ÖPNV muss besonders in den Randgebieten unserer Stadt ausgebaut werden, um besonders den jungen Menschen in unserer Stadt ein gutes und flexibles Leben zu ermöglichen.

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Kommentare

  1. Wolfhard Winkelströter sagt:

    Hallo Zusammen,

    Was mich so richtig wütend macht:
    Bei KEINER PARTEI taucht auch nur einmal der Punkt Reduzierung der Verletzten und Getöteten auf – höstens im Kleingedruckten..

    Es gibt Städte im In- und Ausland für die die „Vision 0“, also 0 Tote im Verkehr gerade bei Fußgänger- und Radfahrer-*innen ganz oben auf der Agenda steht haben.

    In Wuppertal – schweigen auf der ganzen Linie, trotz zwei getötete Fußgänger*innen in diesem Jahr.

    Tempo 40 wegen Diesel, Tempo 30 später einmal wegen Lärm und das aufgezwungen von Außen. Warum nicht Tempo 30 flächendeckend in den Wohnquatieren, um Leben zu retten.

    Helsinki und Oslo haben es vorgemacht. Breitere Fuß- und Radwege, geminderte Geschwindigkeit und flächendeckende Kontrollen. Es geht, die Politik muss es nur wollen.

    Da es scheinbar keine Partei gibt, die hier angreifen will, haben wir Wähler durch Wahlen keine Chancen etwas zu ändern. Es muss von Außen passieren – Bürgerinitativen oder Vereine wie „Fuss e.V.“ und ADFC – oder von Innen, in dem wir Mitglied einer Partei werden.

    1. Susanne Zweig sagt:

      „…jeder Bürger sollte zwischen Auto, ÖPNV und Fahrrad entscheiden können…“

      Können Sie der JU nicht schonend beibringen, dass es auch noch Fußgänger gibt? Die kriegen ja ’nen Schrecken. 🙂

  2. Wolf sagt:

    Gutes Konzept für freie Fahrt für sich frei fühlendwollende Autofahrer. Auch die klare Positionierung für eine Überprüfung eingerichteter Tempolimits ist sehr gefällig.

    Die CDU JU macht deutlich: Der gemeinsame Kandidat CDU und Grüne, Prof. Dr. Schneidewind ist weniger ein Kandidat für zukünftige Umweltprojekte (für Sozialprojekte sowiese nicht), als vielmehr ein gemeinsamer Kandidat zur Gewinnung kommunaler Macht. Bürgerfreundlichkeit ist eher Zufallsprodukt denn Konzept der GrünSchwarzen.

  3. Susanne Zweig sagt:

    Cooles Konzept. Nach Punkt 1 sollen Auto, ÖPNV und Fahrrad bei Verkehrsplanungen also gleichberechtigt berücksichtigt werden. Find ich super. Punkt 2 (Ablehnung einer Umweltspur) geht dabei erstmal zu Lasten des ÖPNV und des Radverkehrs. Leider ersatzlos. Macht aber nix, denn schon die Punkte 3-5 gehen ja wieder voll zugunsten des Autoverkehrs. Unterm Strich also eine runde, ausgewogene Sache … 😉

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