16.08.2020

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Panagiotis Paschalis zur zukünftigen Mobilität in Wuppertal

Panagiotis Paschalis - Ich würde den Menschen den kostenbaren Raum in der Stadt zurück geben

Zukünftige Mobilität in Wuppertal soll so aussehen: Mehr Fahrradverkehr, mehr Fußgänger, mehr öffentlicher Nahverkehr und somit die Rückeroberung des öffentlichen Raums durch die Anwohner. Jeder weiß das, fast jeder will das. Die Verwaltung und der Rat haben aber seit Jahren nichts dafür getan. Vor allem haben sie es versäumt, konkrete Schritte einzuleiten.

So geht die Umsetzung des Ziels „Fahrradstadt 2025“ nur im Schneckentempo voran. Das Radverkehrskonzept wurde von 2017 bis April 2019 entworfen und dann durch den Rat der Stadt beschlossen. Erst im Juni 2020 folgten im Verkehrsausschuss erste Grundsatzbeschlüsse. Die Verwaltung hat nach drei Jahren Vorlauf erste Planungsaufträge, die nur kurze Abschnitte und Einzelmaßnahmen betreffen.

Bundesallee

Jetzt müssen endlich Entscheidungen zur Routenführung im Tal getroffen werden. Ich meine, dass eine Umweltspur weder den Bussen noch den Fahrrädern nutzt und zu mehr Staus führt. Unter den gegenwärtigen Umständen muss der Fahrradverkehr im Tal vom motorisierten Verkehr getrennt werden. Das wäre aber nur der erste, pragmatische Schritt.
Mein Ziel ist dieses: Die Talachse mit der B7 ist Wuppertals Herz und Rückgrat zugleich. Dieser wertvolle Raum gehört in Zukunft den Menschen. Mit breiten Gehwegen, Fahrradspuren und Busspuren. Autos müssen sich mit einer Spur begnügen. Die Verwirklichung erfolgt schrittweise ab sofort:

1. Die Parallelstrecken zur B7 werden umgehend zu Fahrradstraßen. Dort werden Parkplätze nach und nach abgebaut und durch Straßengrün und barrierefreie Gehsteige ersetzt.
2. Für alle Wohngebiete gilt Anwohnerparken und Tempo 30.
3. An der B7 werden breitere Bushaltestellen eingerichtet. Auch hier werden Parkplätze nach und nach abgebaut und durch Straßengrün und barrierefreie Gehsteige ersetzt.
4. Auf allen Nord-Süd-Anbindungen werden Radfahrstreifen eingerichtet.
5. Die notwendigen Arbeiten bei Beschilderung und Markierung werden kostengünstig durch städtisches Personal durchgeführt.
6. Mittelfristig erhält die B7 durchgängige getrennte Radfahrstreifen und eine durchgängige Bus- /Taxispur.

Wuppertal braucht nicht noch mehr Diskussion zu Mobilität und Transformation, es muss auch nicht neu erfunden werden. Aber man muss endlich anfangen, das Richtige zu tun.

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