18.06.2020

Joseph Norden Judentum Neuerscheinung Rabbiner

Neuerscheinung: „Auge um Auge, Zahn um Zahn…“

Zum 150. Geburtstag des Elberfelder Rabbiners Dr. Joseph Norden hat die Begegnungsstätte Alte Synagoge eine wichtige Erklärung neu herausgegeben

Joseph Norden war von 1907 bis 1935 Rabbiner an der Elberfelder Synagoge. Geboren am 17. Juni 1870 in Hamburg, erhielt er seine erste religiöse Ausbildung auf der Talmud-Thora-Schule, die er neben dem regulären Schulunterricht im Johanneum, einem humanistischen Gymnasium, besuchte. Er machte als Klassenbester das Abitur und studierte anschließend an der Friedrich-Wilhelm-Universität und am orthodoxen Rabbinerseminar in Berlin.

Norden gehörte, trotz seiner orthodoxen Herkunft zu den Begründern des liberalen Judentums in Deutschland, in England und in den Niederlanden. Zahlreiche Zeitungsbeiträge und längere Aufsätze zeugen von dem beharrlichen Bemühen des Rabbiners, das Judentum, so wie er es verstand, seinen Gemeindemitgliedern verständlich zu machen. Dass Norden 1931 einen Ruf als Landesrabbiner in den Niederlanden erhalten hat (den er dann allerdings ablehnte) zeigt, dass er weit über den Kreis der Elberfelder Gemeinde hinaus bekannt geworden war.

Joseph Norden ©BAS

In seiner fast 30-jährigen Amtszeit in Elberfeld veröffentlichte Norden neben vielem anderen die Aufklärungsschrift „Auge um Auge, Zahn um Zahn. Eine vielumstrittene Bibelstelle“ (Berlin 1926), mit der Norden vor allem ein christliches Lesepublikum ansprechen wollte – heute würde man sagen: als „Antisemitismusprävention“, und die ist immer noch nötig!

Ulrike Schrader (Hg.): Joseph Norden: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ein missverstandener Bibelvers | Lieder der Synagoge Elberfeld, bearbeitet von Hermann Zivi, Joseph Norden und Magnus L. Wetzstein (2020), ISBN 978-3-940199-21-8, 6 €

Das Büchlein ist ab sofort zum Preis von 6 € erhältlich in der Begegnungsstätte Alte Synagoge und in der Buchhandlung von Mackensen, außerdem auf Rechnung bestellbar in der Begegnungsstätte Alte Synagoge.

 

Kontakt und Informationen:
T 0202-563.2843 | E info@alte-synagoge-wuppertal.de | www.alte-synagoge-wuppertal.de

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