12.03.2020

Ausstellung in der Erlöserkirche

Am Mittwoch wurde die Ausstellung "Opfer Rechter Gewalt" in der Erlöserkirchemit vielen Gästen eröffnet.

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Am Mittwoch Abend wurde die Ausstellung „Opfer rechter Gewalt“ in der Wichlinghauser Erlöserkirche eröffnet.

Unter dem Motto ‚Wichlinghausen ist bunt‘ präsentierten sich in der Erlöserkirche verschiedene Personen, Initiativen und Gruppen, die den Stadtteil Wichlinghausen zurecht bunt erscheinen lassen: Mitglieder der Mosheegemeinde, Schülerinnen vom CDG, Erfahrungsberichte aus Projekten des Sozialdienst katholischer Frauen in Verbindung mit der Initiative Komm an in Heckinghausen, Berichte aus dem Schulalltag der im Stadtteil befindlichen Schulen etc. Pfarrer und Ausstellungskoordinator Jörg Wieder freute sich über die Berichte zu den vielen gelungenen Initiativen und Veranstaltungen im Stadtteil.

Vorausgegangen war der Eröffnung ein Gottesdienst, der von der Evangelistenschule Johanneum im Auftrag der Gemeinde verantwortet wurde. Der stellvetretende Direktor des Johanneum, Dr. Stefan Jäger, knüfte in seiner Predigt an die Ausstellung an und sagte:
„Die Würde des Menschen ist antastbar. In Worten und Gesten, in Blicken und Taten. Dort, wo Menschen nicht als Menschen respektiert und geachtet werden, weil sie anders sind, weil sie unsere Kreise stören, weil sie unsere Selbstverständlichkeiten infrage stellen – oder einfach, weil sie da sind.
Die Würde des Menschen ist antastbar – weltweit. In Myanmar, in Indien, in China, in Syrien, an der Außengrenze der EU. Daran dürfen wir uns nicht gewöhnen – aber es ist meist weit weg. Es betrifft die Anderen. Und was kann ich schon tun? So fragen wir uns vielleicht hilflos und etwas verschämt entschuldigend.“
(Die Predigt im Wortlaut finden Sie unten im Download).

Allen Rednerinnen und Rednern gingen inmitten der Ausstellungsbilder, wie schon in der Diakoniekirche, die Worte nicht so selbstverständlich von den Lippen. Die Portraits der mindestens 183 Menschen, die seit 1990 durch rechte Gewalt ums Leben kamen, wirken beklemmend. Sie mahnen in ihrer Schlichtheit und vor allem in der Menge den Besucher und sorgen für Betroffenheit und Erschrecken. Dagegen half die Erkenntnis des Abends, das Wichlinghausen wirklich bunt und vielfältig ist. Nicht nur jetzt sondern offensichtlich auch in Zukunft.

Die Veranstaltung wurde musikalisch nachdrücklich gerahmt von Andre Enthöfer.

Die Ausstellung

ist in der Erlöserkirche in Wichlinghausen (Stahlstr.) vom 11. bis zum 22. März zu sehen.

Rund um die Ausstellung
setzen sich zahlreiche Ehrenamtliche aus den Gemeinden für die Schau ein. Sie helfen beim Aufbau, bei der Technik oder führen als Guides durch die Ausstellung.

Träger der Ausstellung ist der Kirchenkreis Wuppertal. Die Ausstellung und das Begleitprogramm wurden in Kooperation mit der Kirchengemeinde Wichlinghausen-Nächstebreck, der Begegnungsstätte Alte Synagoge sowie der Wuppertaler Stadtmission (DiakonieKirche) geplant.

Mehr Infos zu der Ausstellung und dem umfangreichen Begleitprogramm gibt es hier


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