24.05.2019

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JA zur Zukunft – Mit der Seilbahn in die Verkehrswende

Die Zukunft geht uns alle etwas an. Doch gehört die Zukunft jenen, die sie gestalten. Nicht nur in Europa, sondern auch hier in Wuppertal.

Eines, wenn nicht das wichtigste und existenzielle Thema unserer Zukunft ist der Klimaschutz. Um die Erderwärmung zu begrenzen und verheerende Klimaveränderungen zu minimieren, müssen wir den CO2-Ausstoß mindern. Die nachfolgenden Generationen haben dies erkannt: Weltweit gehen Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Bewegung „Fridays for Future“ freitags auf die Straße statt ins Klassenzimmer. Sie streiken dafür, dass Maßnahmen für den Klimaschutz ergriffen werden. In erster Linie geht es um die Reduzierung der Treibhausemissionen. Dazu gehört die Verkehrswende. Wir müssen es schaffen, unsere Mobilität klimagerecht zu gestalten. Konkret heißt das: Wir müssen sowohl im privaten als auch im öffentlichen Personennahverkehr den CO2-Ausstoß deutlich reduzieren, mit dem Ziel eines ganzheitlich CO2-neutralen Verkehrs. Zukunft ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Deshalb müssen wir sie gemeinsam gestalten.

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Eine Seilbahn entlastet die Straßen und kommt ohne die Beschränkungen aus, denen der Pkw-Verkehr unterliegt. In Wuppertal ist sie fester Bestandteil des Green City Plans zur Luftreinhaltung und zur Vermeidung von Fahrverboten. Bei Ablehnung der Seilbahn ist dieser Plan hinfällig und Fahrverbote, vielleicht schon ab Herbst, unausweichlich. Ein JA zur Seilbahn könnte dabei helfen, ein Fahrverbot zu verhindern.

Praktizierter Umweltschutz

Seilbahnen sind praktizierter Umweltschutz. Sie sind elektro-mobil, sparsam im Verbrauch, lärm- und vor allem abgasfrei: keine Feinstaubbelastung, keine CO2-Emission. Dazu einige Zahlen: Der CO2-Ausstoß der durch die Seilbahn ersetzten Busse beläuft sich laut Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) auf 1020,5 t/Jahr. Auf Grundlage der Verfahrensanleitung der NKU ergibt sich eine CO2-Einsparung von 334,7 t/Jahr durch den Betrieb der Seilbahn. Dieses Ergebnis berücksichtigt noch nicht, dass Ökostrom verwendet werden wird. Die lokale CO2-Einsparung wird noch höher liegen, da durch die schnelle und damit attraktive Seilbahn etliche Autofahrten eingespart und die Straßen somit entlastet werden. Zugleich sinkt die NOx-, Feinstaub- und Lärmbelastung entlang der Strecke signifikant. Apropos Ökostrom: Der Energiebedarf der Seilbahn beträgt nur 25 Prozent eines vergleichbaren Busverkehrs. Der Vergleich bezieht sich dabei auf die mögliche Transportleistung, d.h. die „Platzkilometer“, pro transportiertem Fahrgastplatz und Strecke braucht die Seilbahn nur 25 Prozent der Energie eines Busses. Elektrobusse sind keine Alternative, wenn sie nicht staufrei und beschleunigt verkehren können. Ein 900.000 € teurer E-Bus im Stau ist die wohl unwirtschaftlichste Form öffentlichen Verkehrs.

Bei einem Gondel-Takt von etwa 32 Sekunden können mit der Seilbahn außerdem deutlich mehr Fahrräder als in einem Bus transportiert werden. Das macht es attraktiv, inklusive Rad mit der Seilbahn hoch- und dann mit dem Fahrrad wieder hinunterzufahren. Die Seilbahn stärkt mithin den Fahrradverkehr und erleichtert es, statt aufs Gaspedal öfter einmal selbst mit Muskelkraft in die Pedale zu treten. Damit wird die Seilbahn als erste urbane in das ÖPNV-System integrierte Seilbahn in Deutschland als Baustein eines klimagerechten ÖPNV entscheidend zum Einstieg in die Mobilitätswende beitragen.

Maßgeblich am Wohl der Stadt und unserer Zukunft orientierte Institutionen und Initiativen haben sich deshalb zur Seilbahn als zukunftsweisendes Projekt bekannt: beispielweise Oberbürgermeister Andreas Mucke, die Wuppertaler SPD, die Bergische IHK, die Wirtschaftsjunioren Wuppertal, das Wuppertal-Institut, der Rektor der Bergischen Universität, der ADFC, der Fahrgastverband Pro Bahn, der DGB-Stadtverband, die Ortsgruppe Fridays for Future Wuppertal oder die Wuppertal-Botschafter/-innen sowie zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Sport-und Kulturlebens, Bürgerinnen und Bürger.

 

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Kommentare

  1. Marc Gennat sagt:

    Sie schreiben:
    „Der CO2-Ausstoß der durch die Seilbahn ersetzten Busse beläuft sich laut Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) auf 1020,5 t/Jahr.“
    Das ist nachvollziehbar: 700.000 Buskilometer werden eingespart bei 55 Liter Diesel auf 100 Kilometer und 2,65 Kilogramm CO2 pro Liter Diesel.

    „Auf Grundlage der Verfahrensanleitung der NKU ergibt sich eine CO2-Einsparung von 334,7 t/Jahr durch den Betrieb der Seilbahn.“
    Das steht leider so nicht in der Nutzen-Kosten-Untersuchung, hier ist Ihnen ein Vorzeichenfehler unterlaufen. Die Seilbahn verursacht 334,7 Tonnen CO2 pro Jahr mehr, als die eingesparten Dieselbusse verursachen. Siehe letzte Seite (Formblatt E1).

    Die EU beschließt gerade die Clean Vehicles Directive. In dieser Richtlinie wird gefordert, dass mindestens 45 Prozent der öffentlich beschafften Linienbusse ab 2025 alternative Antriebe besitzen. Und da die Seilbahn von 2030 bis 2055 betrieben werden könnte, lohnt sich ein energetischer Vergleich mit Elektrobussen.

    Annahme: ein Elektrobus benötigt 2 Kilowattstunden pro Kilometer. Der Uni Express vom Campus Grifflenberg fährt 40.000 Kilometer im Jahr.

    Ergebnis: Damit würde die Seilbahn etwa die 28-fache Energiemenge gegenüber dem elektrifizierten Uni Express benötigen.

    Wie kann unter diesen Voraussetzungen die Seilbahn als ökologisch, für den Klimaschutz sinnvoll und zukunftsweisend bezeichnet werden, wenn dies alles auf einen Vorzeichenfehler beruht.

  2. Kai Koslowski sagt:

    Der Weltfrieden wurde in der Aufzählung noch vergessen.

    Dieser Text ist die reinste Realsatire.

    Mal im Ernst: 100 Millionen Euro, damit 1.000 Meter bis zur Uni angebunden werden, bzw. der Küllenhahn, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen?

    Ein Gondelbähnchen soll die verkehrspolitische Zukunft Wuppertals sein?

    OMG

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