15.05.2019

Verein Deutscher Ingenieure VDI

149ste Jahres-HV des Bergischen VDI mit zahlreichen Ehrungen und Festvortrag

Sanierung der Müngstener Brücke: Spagat zwischen Betreiberverantwortung und Denkmalschutz

Sanierung der Müngstener Brücke: Spagat zwischen Betreiberverantwortung und Denkmalschutz

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Auf der 149sten Jahreshauptversammlung des Bergischen BV im VDI wurden nicht nur Studierende der Bergischen Universität ausgezeichnet, sondern auch zahlreiche VDI-Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit zum VDI. Darunter waren 17 Personen mit 50jähriger Mitgliedschaft, vier Personen mit 60jähriger, drei mit 65jähriger und eine Person sogar mit 70 jähriger Mitgliedschaft im VDI. Der seit seiner Studienzeit im VDI aktive Dipl.-Ing. Magnus Magnusson wurde mit der Ehrenplakette des VDI geehrt. Der Vorstand wurde entlastet, der stellvertretende Vorsitzende Werner Kämper in seinem Amt bestätigt. Der Vorsitzende des Bergischen BV Dipl.-Phys. Heiko Hansen gab einen Rückblick auf die zahlreichen Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr und wies darauf hin, dass im nächsten Jahr das 150ste Jubiläum des Bergischen BV bevorsteht, der groß gefeiert werden soll.

Die Sanierung der Müngstener Brücke war Thema des Festvortrages auf der gestrigen Jahreshauptversammlung des Bergischen Bezirksvereins im Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Projektleiter Dipl.-Ing. Hans Günter Gewehr von der Deutschen Bahn erläuterte die Probleme, die sich den Verantwortlichen im Spannungsfeld zwischen Anlagensicherheit und Denkmalschutz stellten. Die 107 Meter hohe Müngstener Brücke, die Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts verstärkt wurde, bekam unter anderem eine neue Fahrbahn und wurde mit neuen, eigens für dieses Bauwerk konstruierten Rollenlagern bestückt. „Wir mussten uns bei allen Maßnahmen eng mit dem Denkmalschutz der Kommunen Remscheid und Solingen abstimmen, das klappte reibungslos,“ erklärte Gewehr. Sogar die ursprüngliche Farbe des Stahlgerüstes wurde mit Hilfe von Spektralanalysen rekonstruiert. „Die Sanierung wird voraussichtlich 2020 abgeschlossen sein,“ so der Projektleiter, „und ich denke, wir haben den Spagat zwischen Betreiberverantwortung und Denkmalschutz gut gelöst.“

Nachdem der Antrag, die Müngstener Brücke zum Weltkulturerbe zu erklären, vor einigen Jahren gescheitert war, gibt es nun, wie Gewehr berichtete, eine europaweite Initiative, die Müngstener Brücke zusammen mit ähnlichen Bauwerken in Portugal, Italien und Frankreichzum transnationalen Welterbe zu erklären.

Fotos: Gibiec

Dipl.-Ing Magnus Magnusson wurde für sein langjähriges intensives Engagement mit der VDI Ehrenplakette ausgezeichnet.

Die vom VDI ausgezeichneten Absolventen: M.Sc.Niclas Brissing; B.Sc.Marvin Emin Geyik, M.Sc. Jannik Schuppener, M.Sc. Sebastian Fack, ganz rechts der BV-Vorsitzende Dipl.-Phys.Heiko Hansen

 

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