29.04.2019

Buchsbaum Buchsbaumzünsler

Buchsbaumzünsler in allen Bergischen Großstädten

Das Überleben der Buchsbäume, der klassischen Beetumrandung in den Bergischen Bauerngärten, steht auf dem Spiel. Grund sind die aus Asien stammenden Buchsbaumzünsler, deren Raupen zur Zeit zahlreiche Pflanzen auffressen.

Der Buchsbaumzünsler hat die Bergischen Großstädte erreicht, wie die Natur-Schule Grund aufgrund eigener Betroffenheit mitteilt.
Waren im vergangenen Jahr einzelne Falter (Foto 1) tagsüber und auch beim Lichtfang zu sehen, so sind jetzt zahlreiche Buchsbäume in den Gärten von den Zünslerraupen befallen.

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Erwachsener Buchsbaumzünsler

Erwachsener Buchsbaumzünsler ©Jörg Liesendahl / Natur-Schule Grund

Die dabei typischerweise zunächst an den zusammen gesponnenen Triebspitzen erkannt werden können (Fotos 2 und 3). In den so erstellten Netzen halten sich die Raupen versteckt (Fotos 4 und 5).
Die Falter können in guten Jahren in unserem Raum bis zu drei Generationen erzeugen, d.h., der Buchsbaum muss während des Sommers immer wieder beobachtet werden, ob ein neuer Befall droht. Für die Falter gibt es Pheromon-Fallen, doch sind diese nur zum Nachweis geeignet, nicht aber zur Bekämpfung.

Zusammengewobene Triebspitzen verraten den Befall

Zusammengewobene Triebspitzen verraten den Befall ©Jörg Liesendahl / Natur-Schule Grund

Zusammengewobene Triebspitzen

Zusammengewobene Triebspitzen ©Jörg Liesendahl / Natur-Schule Grund

Wer seinen Buchsbaum retten möchte, sollte auf Gift verzichten und die Raupen von Hand absuchen. In der Natur-Schule Grund werden die abgesammelten Raupen an die Hühner verfüttert, ansonsten sollten sie sinnvollerweise in einem Eimer gesammelt und mit kochendem Wasser übergossen, also schnell abgetötet werden.

Buchsbaumzünsler-Raupen

Buchsbaumzünsler-Raupen ©Jörg Liesendahl / Natur-Schule Grund

Oder man überlässt ihnen den Buchsbaum, der dann allerdings in den Bergischen Gärten aussterben dürfte.
Wer kann, schneidet seine Buchsbäume jetzt auch schon zurück (das sollte bis spätestens im August geschehen).

Weitere Bekämpfungsmethoden:

* Sprühen der befallenen Pflanzen mit einem „biologischen“ Schädlingsbekämpfungsmittel auf der Basis von Bazillus thuringiensis, das allerdings negativ auf alle Schmetterlingsraupen wirkt. Deshalb bitte gezielt den Buchs besprühen, dort sind andere Falterraupen eher nicht zu erwarten.
* Die TechnikfreundInnen können Buchsbäume auch mit dem Hochdruckreiniger vom Befall „befreien“, ohne dass der Strauch dabei zuviele Blätter verlieren darf.
* Kleinere Einzelpflanzen können an einem sonnigen Tag mit einer schwarzen Kunststoff-Tüte umhüllt werden. Dann erwärmt sich die in der Tüte befindliche Luft in der Sonne und tötet die Raupen ab. Abends die Tüte wieder entfernen.

Raupe im Porträt

Raupe im Porträt ©Jörg Liesendahl / Natur-Schule Grund

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