08.10.2018

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Wieder Tierdrama in Wuppertal, 19 Hunde beschlagnahmt

Wieder ein abgelegenes Haus, wieder völlig verwahrloste Tiere in Müll und Dreck, das ist das Ergebnis eines Einsatzes der Polizei und des Veterinäramtes am Samstag den 06.10.18 an der Nächstebrecker Straße in Wuppertal.

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Direkt hinter dem Gartentor eine Wanne mit einem Welpenkadaver, der Garten vermüllt. Wie der Welpe zu Tode kam ist nicht bekannt. Vor dem Haus stapelten sich blaue Säcke aus dem Verwesungsgeruch stieg. Die von einer Privatperson alarmierte technische Tierrettung Dogman e.V. hatten auf den Missstand in dem seit Jahren laufenden Hundezuchtbetriebes schon am Tag zuvor hingewiesen und die Polizei alarmiert.

 

Die eintreffenden Beamten erkannten die Lage und versuchten über das Ordnungsamt noch in der Nacht des Vortages die zuständigen Behörde ( Veterinäramt) zu alarmieren. Fehlanzeige, weder das Ordnungsamt, noch das Veterinäramt waren zu erreichen, da nach Aussagen des Wachdienstleiters der Polizei das Veterinäramt keinen Bereitschaftsdienst hat. Außerdem sei keine Gefahr im Verzug, das könne warten bis Montag.

  

Auf Druck der technische Tierrettung Dogman e.V wurde dann aber am Samstagmorgen gegen acht Uhr eine Gruppe Polizisten zur Amtshandlung zum Ort geschickt und das zuständige Veterinäramt traf dann auch mit erheblicher Verzögerung ein. Zusammen mit der Polizei versuchte man die Bewohnerin des Hauses dazu zu bewegen die Türe zu öffnen, was sie dann auch nach langem Zögern tat. Aus dem Haus drang sofort ein beißender Gestank nach außen.

Zusammen mit den Polizeibeamten betraten zwei Amtstierärztinnen des Veterinäramtes Wuppertal/Solingen/Remscheid die Räumlichkeiten. Innen präsentierte sich den Beamten eine verdreckte, mit Hundekot und Urin verunreinigte Wohnung. Verdreckte Laufställe mit insgesamt 6 Welpen.

Nach Durchsuchung des Hauses entschied sich das Veterinäramt für die Beschlagnahme der Tiere. In einer mehrstündigen Aktion wurden ca 20 Hunde, darunter 6 Welpen, aus dem Haus geholt und in ein Tierheim gebracht.

Die technische Tierrettung Dogman e.V bot dem Veterinäramt an, den Transport der Tiere mit ihren dafür voll ausgestatteten Fahrzeugen zu übernehmen. Das wurde abgelehnt. Weitere Auskünfte gab es seitens der Behörde nicht. Über den Zustand der Tiere gab es auch keine Auskunft.

Die Züchterin präsentiert sich im Internet als Tierschützerin und prangert nicht artgerechte Haltung und Vermehrer vehement an. Auch bietet sie Welpen aus eigener Zucht zum Verkauf an, meist handelte es sich um englische und französische Bulldoggen oder Mischlinge dieser Rassen.

Laut Angaben der Pressestelle Solingen und uns zugespielten Meldungen an die Behörde, war das Veterinäramt 2017 schon öfter dort im Einsatz und es wurden auch Auflagen erteilt. Auch jetzt heißt es seitens der Behörde, man versuche mit der Dame eine Lösung zu finden. Wo das hinführt, wir können es uns fast denken. Wir befürchten, dass diese Hundevermehrerin die Tiere wiederbekommt und munter weitermacht. Einem windigen Hundezuchtverein angeschlossen, der auf Anruf Papiere verschickt, macht es den Vermehrern leicht. Blauäugige Käufer die hinters Licht geführt werden, viel Geld für diese Welpen bezahlen und damit das Leben dieser sogenannten Züchter finanzieren. Auf Kosten der Tiere. Schaut genau hin.

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