04.06.2018

Bernhard Sander Finanzen Ratsfraktion DIE LINKE Wuppertaler Bühnen

DIE LINKE im Rat freut sich über mehr Geld für die Bühnen

„Die erhöhte Basisfinanzierung des Landes in Höhe von 854.000 Euro rettet die Wuppertaler Bühnen vor dem absehbaren Untergang, aber sie erlaubt keine großen Sprünge.“

Das sagt Bernhard Sander, der für die Linksfraktion ein Mandat im Aufsichtsrat der Bühnen-GmbH wahrnimmt. Er erinnert zugleich daran, dass in anderen Bundesländern die Finanzierung durch die Landesregierungen sehr viel höher liegt, in Niedersachsen z. B. bei 40 Prozent, in Baden-Württemberg 31 und in Bayern 25 Prozent. Der Zuschuss falle vergleichsweise niedrig aus, weil er sich an den Personalkosten und nicht allgemein an den Betriebskosten orientiere. Gerade am Bühnenpersonal hat Wuppertal jedoch exzessiv gespart. „Wir erwarten, dass der Deckel jetzt zügig wegkommt, wie Oberbürgermeister Mucke es versprochen hat.“

Sander warnt gleichzeitig davor, dieses Geld als Betriebskostenzuschuss für das geplante Pina-Bausch-Zentrum zu verplanen. „Die Sanierungsruine an der Kluse ist das Werk der GroKo“, verweist Sander auf die gebrochenen Beschlüsse der Ratsmehrheit in den vergangenen Jahren.

„Wir haben mit den drei neuen künstlerischen Leiter*innen schon ein sehr gutes Niveau und ein eigenständiges Profil der Wuppertaler Bühnen erreicht.“ Dies gelte es fortzuentwickeln. Ein Drittel der Landesmittel soll laut Ministerium in Wettbewerben für innovative Ansätze vergeben werden. Das können sowohl bereits bestehende künstlerische Arbeitsschwerpunkte als auch neue Konzepte, beispielsweise Programme zur zeitgenössischen Musik, Digitalisierung oder spartenübergreifende Ansätze sein. „Wenn das Land nun noch einen weiteren Fonds in Aussicht stellt, sollte die Stadtgesellschaft und alle interessierten Gruppen in Gesprächen beteiligt werden, vor allem jene Initiativen und Vereine, die die Bühnen  vor dem  Desaster gerettet haben, das der damaligen OB Jung angerichtet hat“, fordert Sander, der auch Mitglied des Kulturausschusses ist.

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