08.03.2010

Bitte mit Augenmaß und gegenseitigem Verständnis!

GRÜNE zum eskalierenden Streit um Naturschutz und Nordbahntrasse

Mit wachsender Besorgnis verfolgt der Vorstand der Wuppertaler GRÜNEN die in Form und Inhalt allmählich ins Niveaulose entgleisende öffentliche Diskussion um den vermeintlichen Konflikt um die zu beachtenden Naturschutzbelange beim Ausbau der Nordbahntrasse als Radweg. Es steht zu befürchten, dass die irrige Auffassung, bei den zu klärenden Fragen im Spannungsfeld von Tierschutz und Stadtplanung müsse zwangsläufig eines dieser Anliegen auf der Strecke bleiben, weiter um sich greift.

„Weder ist Naturschützern vorzuwerfen, dass sie Naturschutz betreiben, noch den Verantwortlichen der Nordbahntrasse das Vorhaben, den Wuppertaler Bürgerinnen und Bürgern ein – in diesen Zeiten selten gewordenes – echtes städtebauliches Highlight zu ermöglichen“, so Michael Hohagen, Sprecher der Wuppertaler GRÜNEN.

Dass es bei der Planung und Durchführung von großen Projekten zwangsläufig nahezu  immer zu erheblichem Abstimmungsbedarf zunächst unterschiedlichster Interessen und Sichtweisen kommt, ist weder neu noch etwas Besonderes. Genau hierfür gibt es formale Verfahren, an die sich alle Beteiligten jenseits persönlicher Befindlichkeiten halten sollten. Die Nutzung der in diesen Verfahren vorgegebenen Klärungs- und Entscheidungswege steht genau aus diesen Gründen allen Beteiligten offen. Zum Wesen derartiger Klärungsprozesse gehört dann allerdings auch die Bereitschaft, deren Ergebnisse nicht mit der Unterstellung sachfremder, hinterhältiger oder sonst wie kritikwürdiger Absichten zu befrachten.

Wer in Zeiten immer mehr in Bedrängnis geratender Natur Fledermäuse schützt, hat unsere volle Unterstützung. Wer in Zeiten nicht mehr vorhandener finanzpolitischer Handlungsfähigkeit der Kommune durch enormes persönliches und finanzielles Engagement ein städtebaulich, verkehrstechnisch und umweltpolitisch hochgradig sinnvolles Projekt wie die Nordbahntrasse ermöglicht, hat ebenfalls unsere volle Unterstützung.

„Wir erwarten in diesem Sinne von allen Beteiligten ein gemeinsames Arbeiten an der Lösung der auf dem Tisch liegenden Probleme. Gemeinsam bedeutet für uns dann auch, zunächst miteinander kommunizieren und sich nicht darauf zu beschränken, die Wuppertaler Medien für die jeweils eigene Sichtweise zu instrumentalisieren. Diese wäre ohne Zweifel ganz begeistert von der Möglichkeit, einmal über eine tragfähige Einigung unter Berücksichtigung aller relevanten Belange berichten zu dürfen. Noch schöner wäre es, wenn sich anschließend eben diese Beteiligten auch an das Vereinbarte hielten“, so Michael Hohagen abschließend.

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Kommentare

  1. kuechendecke sagt:

    ??? Bei divergenten Zielen? Bei 0 Toleranz? Und jetzt diesem bravurösem Eiertanz Beifall zollen? Also einem Standpunkt der keinen Standpunkt bezieht? Schon mal einen Pudding an die Wand genagelt? Was soll dieser Beitrag? Unentschiedenheit ausdrücken und hoffen, dass es die Zeit schon richten wird?

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