16.11.2017

Ökonomisierung und soziale Gerechtigkeit

Impulsvorträge und Gespräch mit Dr. Simon Derpmann und Prof. Dr. Hans Frambach Moderation Wolfram Lumpe

Prof. Dr. Frambach (Bergische Universität Wuppertal) ©Prof. Frambach©privat

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Unser Zusammenleben ist auf unterschiedlichen Ebenen von der Ökonomie beeinflusst. Innerhalb der Gesellschaft herrscht ein breiter Konsens darüber, dass ökonomischer Wachstums Wohlstand garantiert. Zugleich treffen wir auf Vorbehalte gegenüber dem freien Spiel der Märkte als einem Erzeuger von sozialer Ungerechtigkeit. Dennoch scheint die kapitalistische Wirtschaftsform weitestgehend alternativlos und Vorstellungen von einem besseren Leben weltweit an diese geknüpft zu sein.

Die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit ist ohne die Auseinandersetzung mit dem »Bereich der Wirtschaft« nicht möglich. Welche Haltungen erzeugt eine zunehmende Ökonomisierung unterschiedlicher Bereiche gesellschaftlichen Zusammenlebens?

Der Bereich Ökonomie und Kirche wird in der Öffentlichkeit häufig mit Rücklagen und Immobilien in Verbindung gedacht. Weniger in den Blick gerät, dass durch die Sozialenzykliken der Päpste bereits seit dem 19. Jahrhundert Impulse für eine gerechtere Sozialpolitik gesetzt wurden. Welche Bedeutung haben die Sozialenzykliken für die Wirtschaftsethik? Inwieweit lassen sich aus ihnen alternative Wirtschafts- und Lebenskonzepte ableiten? In welcher Verantwortung steht hier Kirche als »unterschätzter« Wirtschaftsfaktor und einer der größten Arbeitgeber in der Bundesrepublik?

Dr. Simon Derpmann studierte Philosophie, Wirtschaftspolitik, Soziologie sowie Volkswirtschaftslehre. Er ist seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philosophischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u.a. in der Analytischen Moralphilosophie, in den Grundlagen und der Geschichte der Wirtschaftsphilosophie sowie in der Gerechtigkeitstheorie.

Dr. Hans Frambach ist Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Mikroökonomische Theorie an der Bergischen Universität Wuppertal. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Geschichte des ökonomischen Denkens. In der Studie »Der dritte Weg der Päpste. Die Wirtschaftsideen des Vatikans« (UVK 2015) nimmt er in Zusammenarbeit mit Dr. Daniel Eissrich die Sozialenzykliken der Päpste und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Politik in den Blick.

Eine Veranstaltung des katholischen Bildungswerks in Kooperation mit der CityKirche Elberfeld (Alte reformierte Kirche)

 Mi., 22. November 2017, 19:30 Uhr, CityKirche Elberfeld (Alte reformierte Kirche), Kirchplatz 1, 42103 Wuppertal, Eintritt: 3,00 Euro

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