03.03.2010

Freiheit für den Sperrmüll

Wir finden, dass es höchste Zeit ist, das Thema Sperrmüll in ganz Wuppertal auf die Tagesordnung zu setzen. Wir haben die Nase voll davon, dass wir daran gehindert werden sollen, im Sperrmüll zu wühlen. Wir sind der Meinung, dass Sperrmüll ein Tausch von Gegenständen ist. Der/die eine stellt raus, der/die andere holt rein, dann wird das Geholte wieder raus gestellt usw. Diesen natürlichen Vorgang wollen wir uns nicht vom Ordnungsamt einschränken lassen!

3. März ab 18:00 Uhr Brunnenstraße/Ölberg – Sperrmüllparty gegen die Häscher vom KOD.

Zum 6. Mal laden wir zum Sperrmüllfest ab 18:00 Uhr in die Brunnenstrasse ein. Sich Gegenstände vom Sperrmüll zu holen ist Umwelt- , Ressourcen- und Geldbeutel schonend! Es kann nicht sein, dass Menschen die Möglichkeit genommen werden soll, sich kostenlos Gegenstände zu besorgen!

Wir finden, das Thema Sperrmüll muss politisch angegangen werden!
Dazu wollen wir uns austauschen, Ideen sammeln und diese auch ausarbeiten. Wir wollen verschiedenen Aktionen starten und diese miteinander koordinieren.

Aufruf zum Sperrmüll-Fest

Seit geraumer Zeit verfolgt das Wuppertaler Ordnungsamt mit seinen verkleideten und schlecht bezahlten Hilfssheriffs vom Kommunalen Ordnungsdienst KOD einen repressiven Kurs gegen Sperrmüll-sammlerInnen aus dem In- und Ausland.
Statt froh zu sein, das sich Touristen aus Barmen, Amerika und aus der Ukraine sich für unsere Sperrgüter interessieren, werden sie frecherweise kriminalisiert. Bußgelder für Gartenzwerge und Stofftiere, die unerlaubt vom Sperrmüll geholt werden, sind nur Spitze der Unverschämtheit. Sogar Parkkrallen werden gegen diejenigen eingesetzt, die das Sofa nicht von Beyenburg nach Elberfeld tragen können.

Die örtliche Monopolzeitung spielt dabei auch noch die rassistische Karte aus. Zur Hatz freigegeben ist der „gewerbliche Mülltourist aus dem Osten“ mit seinem Dieselfahrzeug, das nicht mal ein Russpartikelkatalysator hat. Die Hetze ist unsäglich, die Menschen, die im deutschen Wohlstandsmüll stöbern und davon ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen, werden als „Müllflederer“ diffamiert. Besonders unverschämt ist es, die einheimischen SperrmüllfreundInnen gegen die Weitgereisten auszuspielen.

Sie wagen es, in Zeiten von Hartz IV, in Zeiten von Zwangsumzügen, Ein Euro Zwangsdiensten und Sozialsamtsschnüfflern den freien Zugang zu Sperrmüll zu begrenzen. Das Ordnungsamt, das schon länger durch seine Beteiligung an Razzien gegen Papierlose und SchwarzarbeiterInnen, ungünstig aufgefallen ist, laden wir in die Elberfelder Nordstadt ein, den Sperrmüll zu bewachen. Sie werden an diesem Mittwoch keine Zeit haben sich an Razzien und Abschiebungen zu beteiligen, sie müssen sehr flink sein, um alle Gartenzwerge, Sofas und Computer zu bewachen…

Wir werden an diesem Mittwochabend ganz offensiv unseren Anspruch auf freie Verteilung von sperrigen Gebrauchsgütern in der Elberfelder Nordstadt durchsetzen. Wir werden unseren Sperrmüll gegen die Müllschnüffler vom Ordnungsamt verteidigen und wir werden uns große Mühe machen, die Sperrmüllgeschenke ansprechend auf der Straße zu präsentieren. Unsere Festmeile beginnt in der Brunnenstraße. Wir reichen günstigen Glühwein. Es wird gegrillt und Musik gemacht. Eine Ausdehnung in alle Straßen ist ausdrücklich erwünscht!

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