02.03.2010

Berufsorientierung zum Anfassen

Im Rahmen des Wuppertaler Hauptschulmodells fand am 26.02.2010 in der Kath. Hauptschule Bernhard-Letterhaus, Carnaper Straße, Wuppertal ein „Markt der Berufe“ (Berufeparcours) für die Jahrgangsstufen 9 und10 statt.

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An den Ständen der Wuppertaler Unternehmen konnten die Schülerinnen und Schüler die Arbeitswelt erleben und sich von Auszubildenden aus erster Hand über Inhalte und Anforderungen der Ausbildungen informieren.
Dieses Angebot nutzten die interessierten Schülerinnen und Schüler ausgiebig und erlebten so einen abwechslungsreichen Schultag.

Die am Wuppertaler Hauptschulprojekt beteiligten Unternehmen sind sich einig, dass die Zusammenarbeit mit den Schulen für alle Seiten vorteilhaft ist. Gerade die Personalplanung im Bereich der Ausbildung sei strategisch ausgerichtet und nicht vom aktuellen Tagesgeschäft abhängig. Auch sei das öffentliche Bild von Absolventen der Hauptschule häufig falsch. „Hauptschüler sind vielfach besser als ihr Ruf und haben das Potenzial, eine Ausbildung erfolgreich zu absolvieren. Dazu halten sie ihrem Betrieb über viele Jahre die Treue.“, so Sabine Müller, Personalleiterin von Muckenhaupt & Nusselt.

In ihrer Begleitung ist Thimo Heckhoff, ehemaliger Schüler der Bernhard-Letterhaus Schule. Er wurde im Rahmen der Schulkooperation frühzeitig über Praktika eingebunden und ist jetzt Auszubildender im letzten Lehrjahr. Bei Muckenhaupt & Nusselt sieht man vor allem eine soziale Verantwortung und hat schon vielen Schülerinnen und Schülern der Bernhard-Letterhaus Schule den Einstieg ins Berufsleben ermöglicht. Sabine Müller ist zu recht stolz auf ihre Auszubildenden: „Wir haben mittlerweile 2 Landesbeste ihrer Jahrgänge, einige haben ihren Meisterkurs bereits angefangen und einer hat sich sogar ein Stipendium erarbeitet.“

Die Lehrerschaft freut sich besonders über die konstruktive Zusammenarbeit mit „ihren Unternehmen“. Wolfgang Sieben, Schulleiter der Kath. Hauptschule Bernhard-Letterhaus, sieht Vorteile auf beiden Seiten: „Schüler können nicht nur theoretisch auf das Berufsleben vorbereitet werden, sondern brauchen möglichst viel Praxiserfahrung, um die für sie richtige Berufsentscheidung zu treffen. Eine praxisbezogene Schulausbildung in enger Kooperation mit heimischen Unternehmen motiviert unsere Schüler und trägt dazu bei, die Ausbildung auf die Bedarfe der Unternehmen abzustimmen“.

Die Vorteile der engen Zusammenarbeit zwischen Bildung und Ausbildung liegen für Martin Klebe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Wuppertal, ebenfalls auf der Hand: „Wir haben das Wuppertaler Hauptschulmodell initiiert, weil die frühen Kontakte zwischen Schule und Wirtschaft sich als sehr erfolgreich erweisen. Die Unternehmen können auf Hauptschüler als Nachwuchs nicht verzichten und für Jugendliche ist es besonders wichtig, frühzeitig in das Berufsleben reinzuschnuppern. Dabei profitieren also beide.“

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