30.05.2017

Beruf und Familie Kinder Kindertagesstätten

Kita-Mangel in Wuppertal: 1.700 Absagen

„Gestern hat die Stadtverwaltung 1.700 Absagen für Kita-Plätze verschickt", sagt Marcel Simon, familienpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion.

Das ist eine immens hohe Zahl. Die Stadtverwaltung beteuert, dass erfahrungsgemäß ca. 700 Eltern anderweitig einen Platz bekommen, etwa in der Tagespflege oder bei Freien Trägern. Doch auch dann bleiben 1.000 Kinder ohne einen Betreuungsplatz. Das ist eine Zumutung für die Eltern, die im schlimmsten Fall ihre Berufstätigkeit einschränken oder sogar aufgeben müssen. Dann kann es für die Stadt richtig teuer werden, denn bei Verdienstausfall aufgrund eines fehlenden Kitaplatzes muss sie zahlen.“

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Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt klar, dass der Bedarf an KiTa-Plätzen in Wuppertal immer größer wird. Die Anstrengungen der Stadt, neue Plätze zu schaffen, reichen vor diesem Hintergrund nicht aus. Die größte Diskrepanz gibt es bei der Nachfrage an Plätzen für unter Dreijährige.

Paul Yves Ramette, kinder- und jugendpolitischer Sprecher:
„Wir haben Verständnis für die finanziell schlechte Situation der Stadt, aber viel mehr Verständnis haben wir für die Eltern, die ihren Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung umsetzen wollen.

Wir fordern die Stadt auf, ihr Engagement beim Neubau von Einrichtungen zu steigern und insbesondere die Freien Träger mehr einzubeziehen und auch finanziell besser auszustatten. Wir wollen, dass Wuppertal nicht mehr bei den Kita-Plätzen das Schlusslicht in NRW ist. Auf Landesebene muss die KiBiz-Pauschale dringend erhöht werden und auch der Bund muss finanziell seinen Anteil tragen. Das sind wir den Eltern schuldig.“

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Kommentare

  1. Fastfoot sagt:

    Hatte Oberbürgermeister Mucke im Wahlkampf nicht gepoltert, er würde das angehen? Schade, dass seine Aussagen keine Verbindlichkeit haben.

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