09.11.2016

Unterstützung für Familien

Wellcome, ein Hilfe-Angebot für junge Familien, sucht Ehrenamtliche.

wellcome-Koordinatorin Claudia Fray.

Wellcome, ein Hilfe-Angebot der Familienbildungsarbeit der Diakonie Wuppertal für junge Familien, sucht Ehrenamtliche.

Oma und Opa wohnen weit weg, der Vater arbeitet und für die Mutter beginnt nach der Entlassung aus der Geburtsklinik der Familienstress mit schreiendem Neugeborenen, eifersüchtigem Geschwisterkind und dem Haushalt. Genau dort setzt das Projekt Wellcome, ein Angebot der Evangelischen Familienbildung der Diakonie Wuppertal, an. Mit Hilfe von ehrenamtlichen Helfern, meist selbst erfahrenen Müttern, will wellcome junge Familien unterstützen – sozusagen als moderne Nachbarschaftshilfe.

„wellcome richtet sich an Familien mit einem Baby im ersten Lebensjahr, die Entlastung brauchen“, sagt Claudia Fray, Koordinatorin von wellcome. Um Hilfe zu bekommen, müssen sich die Eltern bei der Evangelischen Familienbildung melden. Die erfahrene Fachkraft Fray bespricht dann mit der Familie, welche Unterstützung sie braucht und vermittelt anschließend die passende Ehrenamtliche. Die Unterstützung ist in der Regel auf vier bis sechs Monate begrenzt.

Die freiwilligen Helfer kommen ein bis zwei Mal pro Woche für zwei bis drei Stunden in die Familie. Dann kümmern sie sich beispielsweise um das Geschwisterkind, gehen mit dem Baby spazieren oder nehmen der Mutter einfach mal das Kind ab, damit sie in Ruhe unter die Dusche gehen kann. „Wellcome ist ausdrücklich kein Haushaltsdienst. Es geht darum, den Müttern mit den Kindern zu helfen. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Kinder sie hat“, erklärt Claudia Fray, selbst Mutter von vier Kindern. „Wir wollen zu einer positiven Mutter-Kind-Bindung beitragen.“ Pro Stunde fallen für die Familien Betreuungskosten von maximal fünf Euro an. Die Ehrenamtlichen bekommen im Gegenzug die Fahrtkosten erstattet.

„Für die Familien ist das eine Riesenentlastung. Und die Frauen aus dem wellcome-Team sind alle total nett und herzlich. Denen würde ich meine Kinder jederzeit gerne anvertrauen“, sagt Claudia Fray und lacht. „Viele von ihnen haben selbst Enkel, die sie nicht so oft sehen können, weil sie weit weg wohnen.“

Doch momentan sucht Fray händeringend nach neuen Ehrenamtlichen. Denn sie hat aktuell mehrere Familien, die auf Hilfe von wellcome warten. So zum Beispiel eine alleinerziehende junge Mutter aus Heckinghausen. Zwei weitere Familien stehen ebenfalls auf der Warteliste.

„Die Betreuung einer Familie durch wellcome ist zeitlich auf einige Monate begrenzt. Das macht es für die Mitarbeiter leichter, denn sie bleiben flexibel“, wirbt Fray für neue Mitstreiter. Interessierte sollten auf alle Fälle Spaß an der Betreuung von Kindern und Babys haben und Empathie für Familien mitbringen.

Die Ehrenamtlichen werden von Claudia Fray als Koordinatorin unterstützt, außerdem veranstaltet die Evangelische Familienbildung regelmäßige Thementage, die sich beispielsweise mit Themen „traumatischen Geburt“ oder „Schreibaby“ beschäftigen.

Weitere Infos zum Projekt, das bundesweit an über 260 Standorten angeboten wird, gibt es telefonisch unter 0202/479 576 13.

foto: evangelische familienbildung
text: nikola dünow/ör

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