05.10.2016

Bernhard Sander Ratsfraktion DIE LINKE Schauspiel Susanne Abbrederis Wuppertaler Bühnen

OB Mucke muss endlich handeln

Nur mit einem größeren Ensemble sind zwei Bühnen zu bespielen

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„Mit dem Abgang von Frau Abbrederis holen uns die Folgen der verkorksten Kulturpolitik der GroKo und ihrer Hilfsfraktionen wieder ein“, kommentiert DIE LINKE im Rat die Vorab-Berichte zur heutigen Aufsichtsratssitzung. Jede Schauspielintendanz steht vor dem Spagat, mit einem zu kleinen technischen Team und einem zu kleinen Ensemble sowohl die große Bühne als auch das Haus am Engelsgarten bespielen zu müssen. Davor hatte schon der von OB Mucke kürzlich noch gelobte Christian von Treskow gewarnt. Da er auch öffentlich auf die Folgen der Kürzungspolitik der Haushalt tragenden Parteien hinwies, wurde sein Vertrag gegen das Votum der LINKEN nicht verlängert. Die Stadtratsmehrheit hatte in den neuen Intendanten-Vertrag seinerzeit eine Mindestauslastung geschrieben. Mit dem jüngsten Gutachten wurden offenbar diese Vorgaben noch einmal erhöht, was über die Leistungsgrenzen des Personals geht.  „An der künstlerischen Qualität der Arbeit von Frau Abbrederis habe ich keine Zweifel. Sie kann das große Format („Tartuffe“) und das kleine („Die Wupper“). Aber jede Intendanz am Schauspiel Wuppertal steht in dem Teufelskreis, betriebswirtschaftliche, also außerkünstlerische Sollzahlen erfüllen zu müssen, ohne die künstlerische Selbstachtung gänzlich aufzugeben. Man kann ein Haus auch mit Beliebigkeit ausverkaufen“, erklärt Bernhard Sander, der kulturpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE. „Oberbürgermeister Mucke muss nun endlich handeln, der Deckel muss weg und das Schauspielensemble erweitert werden“, fordert Bernhard Sander für DIE LINKE. Mucke habe nun lange genug den Mund gespitzt, jetzt solle er auch mal pfeifen.

 

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Kommentare

  1. Marc Schulz sagt:

    Der Hinweis der Linken ist richtig. Ohne eine Aufhebung der Deckelung werden die Wuppertaler Bühnen auf Dauer noch nicht einmal mehr in der heutigen Form bestehen können. Der im letzten Jahr gewählte Oberbürgermeister hat daher die Erhöhung der Zuschüsse für die Bühnen im letzten Jahr zu einem Schwerpunkt seines Wahlkampfes gemacht, im übrigen ohne einen Gegenfinanzierungsvorschlag. Ist das auch erbärmlich? Heute bleibt er als amtierender OB bei dieser Forderung, ohne aber dann auch konkrete Vorschläge zur Umsetzung in die Debatte einzubringen. Im Rat gibt es eine Mehrheit für diese Forderung, neben der Linken und Mucke haben sich auch Grüne und FDP entsprechend geäußert. Mucke muss diese Mehrheit nur nutzen. Eine vielfältige Kulturszene ist für eine moderne Großstadt nicht einfach ein nettes Randthema, sondern ein wichtiger Standortfaktor und unverzichtbar für eine lebendige Stadtgesellschaft.

    1. Carola sagt:

      Sie schreiben, der Hinweis der Linken sei richtig. Haben Sie denn einen Ansatz, wie die zusätzlichen Kosten gedeckt werden können, wo noch nicht einmal die aktuellen Kosten gedeckt werden können?

      1. Marc Schulz sagt:

        Anders gefragt: was lässt sie glauben, dass wir uns Kultur nicht leisten können? Wir weisen immer neue Flächen für Wohnbebauung aus für Menschen, die wir nach Wuppertal holen wollen, aber was sollten wir ihnen denn bieten, außer preisgünstigem Wohnraum? Das Theater wird nach jetzigem Stand mittelfristig nicht überleben können. Können wir uns das als wachsende Großstadt, als Oberzentrum des Bergischen Landes überhaupt leisten? Wir (die GRÜNEN) haben 2012 einen umfangreichen Änderungsantrag zum städtischen Haushalt 2012/13 eingebracht, in dem es unter anderem auch um eine Rücknahme der Deckelung der Zuschüsse für die Bühnen ging. Alle unsere Vorschläge waren gegenfinanziert und wurden trotzdem von der GroKo im Rat abgelehnt. Zwei Jahre später war plötzlich Geld da, das dann aber lieber für die Schaffung einer überflüssigen neuen Dezernentenstelle für die SPD ausgegeben wurde. Die Frage sollte also nicht lauten: „Wer soll das bezahlen?“, sondern „Welche Prioritäten setzen Sie?“. Und da ist meine Antwort klar: eine Stadt wie Wuppertal braucht ein attraktives Theater. Im Übrigen gehe ich davon aus, dass der OB ebenfalls über Finanzierungsvorschläge verfügt, sonst würde er ja die Forderung nach Aufhebung des Deckels nicht immer wieder erneuern!

  2. Ronald Zensky sagt:

    Herr Sander, wer soll das bezahlen? Wenn Sie mal antworten würden, wäre das schon toll.

  3. Carola sagt:

    Typisch Die Linke: Es wird mal wieder etwas gefordert um Aufmerksamkeit zu erheischen und/oder die anderen Parteien an den Pranger zu stellen. Der Nachweis, wie die Forderung finanziert werden soll, fehlt – ebenfalls wie immer. Das ist so unglaublich erbärmlich!

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