29.09.2015

BUND-Kreisgruppe Wuppertal Seilbahn Wuppertal ZOFF-Exkursion

Ökologie einer Seilbahn

Die geplante Seilbahn zwischen dem Hauptbahnhof und dem Küllenhahn hätte auch ökologische Folgen. Die BUND-Kreisgruppe Wuppertal und die Bürgerinitiative Seilbahnfreies Wuppertal e.V. veranstalten dazu am 10.10.2015 eine ZOFF-Exkursion.

Im Süden Elberfelds planen die Wuppertaler Stadtwerke und die Stadt Wuppertal die Errichtung einer Seilbahn zwischen dem Hauptbahnhof, der Universität und dem Hahnerberg. Grund genug, sich einmal aus ökologischer Sicht ein Bild von diesem Projekt zu machen.

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Schon vor Jahrzehnten hat die Kreisgruppe Wuppertal im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ihre Exkursionen unter das Motto „ZOFF“ gestellt. Im Klartext heißt das:
Zusammenhänge erkennen, Orientierung gewinnen, Flora und Fauna kennenlernen“.

 SEILBAHNFREIES-WUPPERTAL_LOGO-KorrGemeinsam mit der Bürgerinitiatve Seilbahnfreies Wuppertal e.V. veranstaltet die BUND-Kreisgruppe Wuppertal deshalb am Samstag, dem 10.10.2015, eine ZOFF-Exkursion entlang der geplanten Seilbahntrasse.
Themen werden dabei u.a. sein:
Betroffenheit wertvoller Lebensräume für Tiere und Pflanzen v.a. an den Stützen, Betroffenheit von Menschen entlang der Trasse, Umweltauswirkungen der Seilbahn im Bau und im Betrieb.
Daneben werden natürlich wieder viele Tiere und Pflanzen vorgestellt und ihre Schutzwürdigkeit begründet.
Die Veranstaltung beginnt um 15:00 Uhr an der Bushaltestelle „Schulzentrum Süd“ (diverse Buslinien) und wird ca. 3 Stunden dauern.
Gutes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung werden empfohlen.
Die Rückkehr aus dem Elberfelder Süden wird selbstverständlich ebenfalls mit dem Öffentlichen Nahverkehr möglich sein.
BUND und Seilbahnfreies Wuppertal e.V. freuen sich auf rege Teilnahme und spannende Diskussionen.

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Kommentare

  1. The Watcher sagt:

    Typisch BUND einfach gegen Alles sein … Gegen IKEA, für die Schließung von Tunnel auf Nordbahntrasse, Gegen Arbeiten mit Baggern auf der Nordbahntrasse.. und, und, und …

  2. Dieter Wilke sagt:

    Die Art des Bündnisses zwischen BUND und Seilbahnfreies Wuppertal e.V. vermittelt bei mir zuerst mal den Eindruck, dass sich 2 „Partner“ gefunden haben, die zumindest in die gleiche Richtung gehen wollen.
    Sonst würde ich mir für meine Ziele andere Partner suchen.

    Ich habe immer dann ein Problem, wenn jemand eine Absichtserklärung abgibt und dann behauptet, diese Absicht „ergebnisoffen“ diskutieren zu wollen.

    Meines Erachtens hat Seilbahnfreies Wuppertal e.V. grundlegend persönliche Interessen, die nicht unbedingt mit öffentlichen Interessen konform gehen – eher das Gegenteil ist der Fall.
    Wenn ich dann aus der angenommen Denkrichtung des BUND an das Problem herangehe, unterstelle ich erst einmal andere Vorgaben: den Schutz und Erhalt der Umwelt.
    Das ist ein Allgemeininteresse!
    Sollte es jedenfalls sein!

    Meine bisherigen Kenntnisse über den Bau und Betrieb von Seilbahnen gehen dahin, dass ich annehme, die Trassen auf der Strecke sind in einem bestimmten Bereich neben und unter der Bahn geschützter als z.B. Straßentrassen.
    Es würde also ein Bereich entstehen, der nicht oder weniger besiedelt, versiegelt oder sonst wie genutzt werden kann.
    Unter diesen Bedingungen also ein Freiraum für die Umwelt. Evtl. eine Biotopschneise den ganzen Berg hoch.
    Auch das ist m.E. ein Allgemeininteresse!

    Wo sind jetzt die Gemeinsamkeiten zwischen BUND und der Allgemeinheit?
    Ich sehe zumindest keine zwischen BUND und Seilbahnfreies Wuppetal e.V.

    Ich denke, der BUND sollte sich Gedanken über Auswahl seiner Partner machen.

    1. Natürlich existieren AUCH persönliche Interessen. Eben diese haben ja dazu geführt, dass sich Menschen zu einer Initiative zusammengeschlossen haben, um sich mit dem Projekt kritisch zu befassen. Bei näherer Betrachtung wurde dann aus einer kleinen Gruppe Benachteiligter bis zu 83.000 Betroffene, nämlich die Bürger der Stadtteile Cronenberg und Elberfeld, die starke Nachteile durch die geplanten Reduzierungen und Ausdünnungen der Busverbindungen zugunsten der Seilbahn erleiden werden.

      Ihre Annahme bzgl. Seilbahntrasse ist leider falsch. Die WSW planen die Strecke über Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Kindergärten und Kleingartenanlagen hinweg. Von geschützter Biotopschneise ist da keine Rede.

      Ebenfalls betroffen ist die letzte innerstädtische Hofstelle in Wuppertal, über die mehr als 150m Strecke der Seilbahn führen soll. Zugunsten einer riesigen Stütze würde ein Quellgebiet zerstört und durch Abrieb der Seilbahnräder (Fett, Kunststoff, Metall) würde der Anbau gesunden Futters gestört.

      Bitte nehmen Sie an der Führung teil und machen sich persönlich ein Bild, ob die Umweltaspekte der Seilbahn-Initiative mit denen des BUND konform gehen können.

      1. Anke Siebert sagt:

        „… Bei näherer Betrachtung wurde dann aus einer kleinen Gruppe Benachteiligter bis zu 83.000 Betroffene, nämlich die Bürger der Stadtteile Cronenberg und Elberfeld, …“

        83.000? Sie zählen mal eben alle Einwohner von Elberfeld und Cronenberg zu Ihrer Gruppe? Chapeau! Wissen die davon?

        1. Dieter Wilke sagt:

          Man fängt eben klein an!
          Da der „betroffene“ Stadtteil zu Wuppertal gehört, müssten eigentlich alle Wuppertaler „solidarisch“ mitgezählt werden!
          Es sind also ca. 350.000 Wuppertal gegen die Seilbahn.
          Ist doch ein eindeutiges Ergebnis, oder?

          Abstimmungen oder Begehungen können wir uns jetzt sparen.

          Und so machen wir das in Zukunft bei allen Projekten oder Ideen!

          Dieter Wilke

  3. Arno Nym sagt:

    Zum pro und contra beim Thema „Seilbahn in Wuppertal“ gibt es von Vertretern beider Seiten überzeugende Argumente. Das sich die Wuppertaler Ortsgruppe des Bund und ihre beiden überaus beliebten „Lautsprecher“ Petersen/Liesendahl hier mal wieder reflexartig auf die Seite der Gegner eines Bauprojektes stellen ist m.E. allerdings eher ein erneutes Beispiel für absolute Kompetenzlosigkeit als für überlegtes Handeln. Es geht hier um – wie man es auch immer nennen mag – grundsätzliches Dagegensein, Fundamentalopposition, Anti-anti-anti…etc. Warum? Die Dachorganisation ihrer Ortsgruppe engangiert sich zum Beispiel auch bei der europaweiten (sicherlich lobenswerten) Initiative http://www.cleanair-europe.org/de/home/. Hier geht es darum, die Feinstaubbelastung in den Städten zu vermindern, die ja, so dort nachzulesen, unter anderem auch von Bussen des öffentlichen Nahverkehrs verursacht wird. Helfen also die Buslinien, die durch die Seilbahn eingespart werden sollen der Umwelt weniger als der Verzicht auf ein paar Pfeilerfundamente?

    Wie gesagt, Gegner und Befürworter des Projektes haben m.E. beide sehr gut nachvollziehbare Argumente, aber was das Team Petersen/Liesendahl sich hier wieder zurechtbiegt um ihren „wir sind gegen alles“-Reflex auszuleben, spricht nicht für einen gesunden Menschenverstand. Das es mit deren Kompetenz bei Verkehrsthemen nicht allzu weit her ist, wissen wir ja spätestens seit dem erfolglosen Widerstand gegen die Nordbahntrasse. Übrigens ein Projekt, dass sicherlich zur Vermeidung von Autofahrten und zur Verminderung der Feinstaubbelastung beigetragen hat – wenigstens bei mir persönlich.

    1. sabine granterl sagt:

      Sehr geehrter Ano Nym,

      Schade dass Sie als Ano Nym agieren. Warum eigentlich? Das Thema Seilbahn mit dem BUND unter die Lupe zu nehmen, finde ich grundsätzlich erst einmal eine gute Sache. Die Natur braucht solche hartnäckigen Verteidiger, um die Grundlagen für die Schaden- / Nutzenanalyse zu schaffen. Herrn Liesendahl und Frau Petersen damit einfach nur einen Antireflex zu unterstellen „die sich etwas zurechtbiegen“, halte ich für völlig unangemessen und einer dringend notwendigen sachlich zu führenden Diskussion abträglich. Und es geht eben nicht nur um die Vermeidung von Feinstaub, sondern eben auch um z. B. Artenschutz und weitere Themen, um über das Für und wieder einer Seilbahn diskutieren zu können. In diesem Sinne immer schön sachlich bleiben. Wir brauchen eine ergebnisoffene Diskussion!

      1. Arno Nym sagt:

        Sehr geehrte Frau Granterl,

        ob jemand im Web seine Identität preisgeben will oder nicht, müssen Sie schon jedem selbst überlassen. Die Gründe dafür können vielfältiger sein, als Sie es mit Ihrem Kommentar implizieren.

        Dass das geplante Seilbahnprojekt ergebnisoffen aus allen wichtigen Perspektiven beleuchtet wird und alle Bedenken berücksichtigt werden, habe ich nie in Abrede gestellt. Zu dieser Ergebnisoffenheit gehört meines Erachtens aber eben nicht, sich seitens des BUND vorab auf die Seite der Gegner des Projektes zu schlagen (zur Erinnerung: die oben genannte Veranstaltung findet mit gemeinsam der Initiative „Seilbahnfreies Wuppertal“ statt). Ökologische Folgeschäden möchte niemand, hier werden sie aber als gesetzt angenommen. Das es anders sein könnte, wird gar nicht in Erwägung gezogen. Auch hier sei das Beispiel Nordbahntrasse erwähnt. Das BUND-Horrorszenario des massenweisen Fledermaussterbens hat sich ja folgendermaßen entwickelt: https://www.wuppertal.de/rathaus-buergerservice/umweltschutz/umwelt_meldungen/102370100000659469.php

        Diese eben gerade nicht ergebnisoffene Diskussion ist m.E. typisch für die genannten Akteure des BUND Wuppertal und ihr alarmistisches Verhalten – und DAS liebe Frau Granterl, das ist durchaus ein Ansatzpunkt für Kritik. (Siehe auch der Kommentar von Herrn Wilke).

        Ich möchte meinen Kommentar allerdings nicht abschließen, ohne mich für Ihre freundliche Ermahnung zu mehr Sachlichkeit und Ihren erhobenen unangenehm maternalistischen Zeigefinger bedanken – ohne wäre mein Kommentar sicherlich unfreundlicher ausgefallen.

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