13.03.2015

Birgitta Radermacher polizei

Polizeipräsidentin zu Demos am Samstag: „Wir sind gut vorbereitet“

Morgen demonstrieren in Wuppertal Salfaisten, "Pegida" und eventuell auch "Hogesa". Das "Wuppertaler Bündnis gegen Nazis" hat zwei Gegendemonstrationen angemeldet.

Am kommenden Samstag (14.03.2015) finden in Wuppertal-Elberfeld verschiedene Versammlungen statt.

Eine Person aus dem „salafistischen Umfeld“ meldete im Zeitraum von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr eine Kundgebung zum Thema „Solidarität mit Muslimischen Gefangenen Weltweit“ auf dem Willy-Brandt-Platz in Wuppertal Elberfeld an. Der Anmelder erwartet bis zu ca. 400 Teilnehmer.

Für den gleichen Zeitraum meldete „Pegida NRW“ einen Aufzug durch die Elberfelder Innenstadt an. Die Versammlung, zu der „Pegida NRW“ bis zu 2.000 Teilnehmer erwartet, soll gegen 15:00 Uhr auf der Bundesallee (Höhe Nr. 250, Bereich Schauspielhaus / Kino) beginnen. Der anschließende Aufzug führt über die Bundesallee, rechts in die Morianstraße, rechts in die Straße Kipdorf, durch den Kreisverkehr in den Hofkamp, links in die Morianstraße und zurück zum Ausgangspunkt.

Das „Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“ hat Gegendemonstrationen von 13:30 Uhr bis 18:00 Uhr auf dem Kirchplatz und von 14:30 Uhr bis ca. 18:00 Uhr im Bereich Kleine Klotzbahn / Ecke Genügsamkeitsstraße (in Höhe der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal) angemeldet. U.a. wollen sich die „Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz“ und der DGB dem Bündnis anschließen.

Darüber hinaus liegen Erkenntnisse vor, dass auch mehrere hundert Anhänger der so genannten „Hogesa“ nach Wuppertal kommen wollen.

Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher ist sich der Brisanz der Situation bewusst.Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher ist sich der Brisanz der Situation bewusst. © njuuz

Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher: „Erstmals treffen in Deutschland Gruppierungen mit solch gegensätzlichen Meinungen zeitgleich aufeinander. Die besondere Brisanz dieser Situation ist uns bewusst. Wir sind gut vorbereitet. Wir werden die Sicherheit in der Stadt gewährleisten. Straftätern und Chaoten geben wir keine Chance. Ich bin mir sicher, Wuppertal hält das aus, denn seine Menschen wissen diese Demokratie zu schätzen. Sie wissen, dass Meinungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit deren tragende Säulen sind.“

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Quelle: Polizei Wuppertal

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Kommentare

  1. Ute Kohlstadt sagt:

    Ich frage mich ernsthaft auf welchem Misthaufen ( meiner Meinung nach)diese Idee gewachsen ist,in einer Stadt wie Wuppertal( die am Rand ihrer finanziellen Mittel steht) Salafisten,Pegida und extrem gewaltbereite Nazis eine Kundgebung bzw eine Demostrecke zu genehmigen!!!

    Fest steht die Verantwortlichen verfolgen ein anderes Ziel als einer breiten explosiven Menschenmasse ihre Meinung frei zu äußern!
    Und liebe Frau Rademacher,niemand sollte sich als besonders gut vorbereitet heißen ,wenn keiner die Gewissheit hat was auf auf alle Beteidigten tatsächlich zukommt!

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