02.05.2014

Geburtenhilfe Gesundheitsberufe Hebammen Kinder Wuppertal

GRÜNE unterstützen Hebammen-Protest

GRÜNEN unterstützen Hilferuf der Hebammen

Logo KV WuppertalAm Montag, den 05.05. findet anlässlich des internationalen Hebammentages von 16:00 – 18:00 Uhr eine Protestkundgebung auf dem Laurentiusplatz statt.

Die GRÜNEN unterstützen diesen Hilferuf, denn der Beruf der freiberuflichen Hebammenhilfe ist akut vom Aussterben bedroht.

Ilona Schäfer, gesundheitspolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion:

„Wir GRÜNE halten die Arbeit der Hebammen für unverzichtbar und stehen zu der Wahlfreiheit für die Geburt. Wenn immer weniger Hebammen wegen der hohen Versicherungsprämien Geburtshilfe anbieten können, ist die Wahlfreiheit nicht mehr gewährleistet. Sie leisten einen wichtigen Beitrag vor, während und nach der Geburt. Durch ihre Fachkenntnis unterstützen sie junge Familien. Wir fordern die Bundesregierung dringend auf, eine Lösung zu finden, die den Beruf der Hebamme langfristig ermöglicht. Nach unserer Auffassung wäre hierfür ein steuerfinanzierter Fonds eine  geeignete Möglichkeit. Damit gäbe es eine Sicherheit, dass im Schadensfall Leistungen übernommen werden, die aber nicht allein die Versicherungsträger belasten. So könnten auch die Beiträge der Hebammen zu ihrer Berufshaftpflicht stabil gehalten werden.

Hintergrund:

In einem Antrag der Regierungsfraktionen SPD und GRÜNE NRW werden Zahlen genannt, welche Ursache für die Misere der Hebammen sind:

„Laut einer 2012 für das Bundesministerium für Gesundheit erstellten Studie des IGES-Institutes Berlin hat sich der Beitrag von 2.370 Euro (2009) auf 4.243 Euro (2012) erhöht. Für den 1. Juli 2014 ist eine Erhöhung auf ca. 5.091 Euro angekündigt. Die Lage freiberuflicher Hebammen wird jedoch immer schwieriger, da in den vergangenen Jahren die Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung stetig gestiegen sind.

Die exorbitante Steigerung der Haftpflichtprämien für freiberufliche Hebammen und Entbindungspfleger geht nicht darauf zurück, dass es immer mehr Schadensfälle gibt. Die Zahl der Schadensfälle ist in den letzten Jahren weitgehend gleich geblieben. Im Mittel kommt es zu rd. 40 Schäden bei 1.000 Hebammen/Geburtshelfern, davon weisen rd. 71% einen Aufwand von weniger als 1.000 Euro pro Schadensfall auf. Doch die großen Schadensfälle werden zunehmend teurer. Die o.g. Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die teuersten 1,5% der Schäden (über 1 Mio. Euro) nahezu die Hälfte des Gesamtkostenaufwands verursachen.“

Der vollständige Antrag vom März dieses Jahres mit weiteren Fakten ist hier nachzulesen:

http://gruene-fraktion-nrw.de/fileadmin/user_upload/ltf/Drucksachen/Antraege/16._WP/MMD16-5285.pdf

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Kommentare

  1. Fast Foot sagt:

    Ja, hängt euch da nur dran, ist ja Wahlkampfzeit.
    Die Ratspolitik der „diese Grünen“ dokumentiert ihr ja in euerer auflagenstarken Zeitung. Aber was nutzt eine starke Auflage, wenn ihr in der Ratspolitik nicht stark auflegt und sogar der Bürgerbewegung Döpps 105 in den Rücken gefallen seid?
    Die Freundschaft zwischen CDU-OB Jung und damaligemGrünen- Bürgermeister Bahr hat gezeigt, Pöstchen sind wichtiger als eigenständige Politik. Was die SPD zur Zeit macht, macht ihr selbst. Dranhängen, zustimmen, nur nichts eigenes.

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